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Sachsen: Fast die Hälfte des Unterrichts bei Lehrerstreik ausgefallen

DRESDEN. Durch den Lehrer-Warnstreik am vergangenen Freitag ist an den öffentlichen Schulen in Sachsen fast die Hälfte der Unterrichtsstunden ausgefallen. 47.655 ausgefallene Stunden entsprächen 45 Prozent des Unterrichts, teilte das Kultusministerium nach einer Auswertung mit.

An dem eintägigen Ausstand beteiligten sich demnach 11.444 Pädagogen (36,7 Prozent) von 875 Schulen (64,1 Prozent). Das Gros der Streikenden kam von den Mittelschulen. Dort legten 4133 Lehrer die Arbeit nieder – mehr als jeder zweite (51,9 Prozent). An den Berufsschulen fiel die Beteiligung besonders gering aus. Dort waren nur 704 Pädagogen (16,1 Prozent) dem Streikaufruf gefolgt.

Mit dem Warnstreik wollten die Lehrerverbände für einen Generationen-Tarifvertrag demonstrieren. Dabei geht es vor allem um eine Altersteilzeitregelung, die ermöglichen soll, dass mehr junge Pädagogen eingestellt werden. Die Regierung hat einen solchen Tarifvertrag bisher abgelehnt. An dem Tag hatten zudem 15 000 Menschen vor dem Landtag für eine andere Bildungspolitik demonstriert. Laut Landtagsverwaltung war dies die größte Demonstration, die es je vor dem Parlament gegeben hat.

Zum Bericht: “Sachsen: 15.000 Lehrer streiken – Tillich massiv unter Druck”

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