Anzeige


Startseite ::: Nachrichten ::: Stiftung Warentest stellt Volkshochschulen ein gutes Zeugnis aus

Stiftung Warentest stellt Volkshochschulen ein gutes Zeugnis aus

BERLIN. Das Angebot der Volkshochschulen für berufliche Weiterbildungen biete ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Das diagnostiziert die  Stiftung Warentest nach einem Langzeittest. Im Schnitt kosten die Angebote der Volkshochschulen mit rund 5 Euro für 45 Minuten Unterricht zehnmal weniger als kommerzielle Anbieter – diese verlangen dafür 47 Euro. Die Qualität ist jedoch ähnlich gut: Die Volkshochschulen boten in 40 Prozent der Fälle eine «sehr hohe» oder «hohe» Qualität – bei den kommerziellen Anbietern waren es nur etwas mehr (50 Prozent).

Deutlich schlechter schnitten die Angebote der Volkshochschulen nur in zwei Punkten ab. Während fast drei Viertel (73 Prozent) der kommerziellen Weiterbildungen bei der Kursorganisation gut aufgestellt waren, waren es bei den Volkshochschulen nur jede Zweite (51 Prozent). Räume und Ausstattung waren dort etwa nicht immer auf dem neuesten Stand. Älteres Mobiliar und fehlende technische Geräte wie Beamer mussten die Teilnehmer öfter in Kauf nehmen.S

Mängel wiesen bei den Volkshochschulen auch häufiger als bei anderen Anbietern die Vertragsbedingungen auf. In mehr als jedem zweiten Kurs (57 Prozent) waren die Allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht in Ordnung. Bei den kommerziellen Anbietern war das nur bei 41 Prozent der Fall.

Bei Weiterbildungen der Volkshochschulen würden nicht nur Berufsanfänger fündig, sagt Anett Brauner von der Stiftung Warentest. Selbst Manager in gehobenen Positionen könnten dort noch etwas lernen. Denn das Angebot umfasse auch Themen wie Mitarbeiterführung und Konfliktmanagement. Zum Teil seien die Dozenten sogar identisch mit denen anderer Anbieter.

Einen Vorteil sieht Brauner bei den Volkshochschulen darin, dass die Anfahrtswege für viele kürzer sind als zu kommerziellen Veranstaltern. Denn die knapp 1000 Volkshochschulen sind mit ihren mehr als 3000 Filialen in vielen Regionen Deutschlands vertreten. dpa

(18.9.2012)

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*