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Wirbel um Nena-Schule in Hamburg

HAMBURG. Popsängerin Nena ist sich sicher: Alle Kinder haben einen natürlichen Drang zum Lernen. Auf diesem Grundsatz baute die 52-Jährige gemeinsam mit ihrem Ehemann und weiteren Initiatoren die “Neue Schule Hamburg” auf. Kritik gab es schon öfter, jetzt fordert eine Sekten-Expertin die Schließung der Schule.

Nena wurde als Sängerin berühmt. Die “Neue Schule Hamburg” gründete sie unter anderem mit ihrem Ehemann. Foto: André D Conrad/Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Popsängerin Nena hat mit ihrem Hang Esoterik schon häufiger den Unmut von Sekten-Expertin Ursula Caberta auf sich gezogen. Jetzt gibt es Wirbel um die von Nena gegründete «Neue Schule Hamburg», nachdem Caberta die Schließung der Einrichtung gefordert hatte. «Das Schulkonzept sieht ja vor: Kinder macht doch, was ihr wollt», so einer von Cabertas Kritikpunkten. Nena selbst wirft sie «esoterisches Gedöns» vor.

Die Schule reagierte gelassen auf die Vorwürfe. Man sei mit der Schulbehörde, die ihr Konzept in keiner Weise als undurchsichtig wahrnehme, in ständigem und bestem Kontakt, sagte Philipp Palm, Vorsitzender des Trägervereins. Auch die Schulbehörde kann die Aufregung nicht nachvollziehen. Caberta müsse ihnen konkrete Vorwürfe mitteilen, so Schulbehördensprecher Peter Albrecht. Auch, wenn sich die Schulbehörde zufrieden gibt: Wie “Welt online” berichtet, war die Schule vor einigen Jahren mit strengen Auflagen belegt worden, nachdem Beschwerden eingegangen waren. Der weitere Betrieb sei nur genehmigt worden, wenn die Schule sehr viel genauer den Leistungsstand der Schüler ermittele und zielgerichtete Konzepte entwickele, wie Lücken aufgefüllt werden können. Auch die pädagogische Arbeit und ihre Ergebnisse sollten stärker dokumentiert und überprüft werden.

Die «Neue Schule Hamburg» war im September 2007 gegründet worden. Derzeit lernen dort nach Angaben der Schule 85 Kinder. «Jetzt sind wir extrem voll und haben eine lange Warteliste», sagte Palm. Mit Material von dpa

(14.09.2012)

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