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Elf Neuköllner Schulen haben wieder Wachschützer

BERLIN. Nachdem der Wachschutz an elf Schulen in Neukölln aus Geldmangel eingestellt worden war, patroullieren jetzt wieder Sicherheitskräfte auf den Geländen.

Wachschützer sorgen in Berlin-Neukölln seit Montag wieder für die Sicherheit von Schülern. An elf Schulen in dem Problembezirk ist seit dem Ende der Herbstferien Personal positioniert, um Straftaten zu verhindern. Dies teilte die Bildungsstadträtin Neuköllns, Franziska Giffey (SPD), am Montag im Albert-Schweitzer-Gymnasium mit. Dies sei ein ausdrücklicher Wunsch der Schulen gewesen, nachdem der Wachschutz Ende 2011 aus Geldmangel eingestellt wurde.

Nachdem der Senat die Gelder für die Bezirke um insgesamt rund 50 Millionen Euro aufgestockt hatte, habe sich das Bezirksamt Neukölln entschlossen, den Wachschutz wieder einzuführen, sagte Giffey. Er koste den Bezirk bis Ende 2013 knapp eine Million Euro. «Die Eltern sollen wissen: Ihre Kinder sind hier sicher aufgehoben.» Sie stellte jedoch auch fest: «Das ist nicht das Idealbild einer Schule, Wachschützer zu haben.»

Als Wachschutz wurden die Rheinischen Sicherheits Dienste (RSD) angestellt. An jedem Standort überwachen nun zwei Wachschützer die Schulgebäude. «Wir wollten gemischt-ethnische Teams», sagte Giffey. RSD-Sprecher Burkhard Emonds sagte, die Schützer seien mindestens 25 Jahre alt, um die nötige Distanz zu den Schülern zu wahren: «Wir schätzen ein freundschaftliches Verhältnis mit den Schülern, aber keine Verbrüderung.»

Die Wachschützer sollen vorrangig Fremde von den Schulen fernhalten, um Drogengeschäfte, Vandalismus und Familienkonflikte in den Einrichtungen zu verhindern. Kurz nach dem Abzug des Sicherheitspersonals Ende 2011 habe man an einer Schule zwei Drogenjunkies mit Heroinspritzen auf dem Schulklo gefunden, berichtete der Schulleiter des Albert-Schweitzer-Gymnasiums, Georg Krapp.

Seit 2007 werden Schulen in Neukölln bewacht, weil es dort immer wieder zu Gewalt gekommen war. Der Wachschutz war an 16 Einrichtungen stationiert. An einer Wiedereinsetzung beteiligen sich jetzt elf Schulen, andere lehnten die Wachschützer ab. dpa

(15.10.2012)

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