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Merkel verteidigt Studentenvertretungen gegen Junge Union

BERLIN. Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel hat sich von einem Vorstoß der Jungen Union distanziert, die verfassten Studierendenschaften an Hochschulen abzuschaffen. «Dass man eine Vertretung der Studenten braucht, die sich demokratisch zusammensetzt, ist für mich selbstverständlich», sagte die Kanzlerin bei der Bundesdelegiertenversammlung des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) in Berlin. Über das Thema könne etwa auch im CDU-Bundesvorstand noch einmal diskutiert werden.

«Dass man eine Vertretung der Studenten braucht, die sich demokratisch zusammensetzt, ist für mich selbstverständlich»: CDU-Vorsitzende Angela Merkel. Foto: Aleph / Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.5)

«Dass man eine Vertretung der Studenten braucht, die sich demokratisch zusammensetzt, ist für mich selbstverständlich»: CDU-Vorsitzende Angela Merkel. Foto: Aleph / Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.5)

Die Junge Union hatte ein neues Grundsatzprogramm verabschiedet. Die Nachwuchsorganisation von CDU und CSU spricht sich darin für die Abschaffung der Allgemeinen Studierendenausschüsse (ASta) aus. Das Geld sei «in der personellen und technischen Ausstattung unserer Hochschulen besser angelegt», heißt es im Programm.

Merkel räumte ein, dass die CDU in Universitätsstädten bei Wahlen «ein Manko» habe. Sie habe den Eindruck, dass die Partei dort teils vom Lebensgefühl her bestimmte Dinge nicht wahrnehme. Dies gelte etwa für vermeintlich weiche Themen wie Umweltschutz oder gesunde Ernährung. Hier werde anderen Parteien mehr zugetraut, obwohl sie in der Substanz nicht mehr böten. «Eine Volkspartei muss sich vor allem um die Belange kümmern, die das Volk interessiert, sonst ist sie keine Volkspartei mehr», sagte Merkel. dpa
(13.10.2012)

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