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Bayern: Landkreis Neu-Ulm will „Bildungsregion“ werden

NEU-ULM. Seit Ende Mai können sich die Landkreise und kreisfreien Städte Bayerns um den Titel „Bildungsregion“ bewerben, genutzt wurde die Chance bislang noch nicht. Neu-Ulm will jetzt voran gehen. 

Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) hatte Ende Mai den Startschuss für das Projekt gegeben. Seither können sich Landkreise und kreisfreie Städte für den Titel qualifizieren. 27 von ihnen beteiligten sich an der Initiative, von 15 weiteren gebe es eine Interessenbekundung, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums. Bewerbungen lägen dem Ministerium aber bislang noch nicht vor.

Geschaffen werden sollen mit dem Projekt unter anderem reibungslose Übergänge vom Kindergarten zur Grundschule und von der Schule zur Hochschule sowie eine bessere Vernetzung von Bildungseinrichtungen.

Der Landkreis Neu-Ulm will sich nun für das Qualitätssiegel bewerben, sagte ein Sprecher des Landratsamtes. «Wir unternehmen in Sachen Bildung große Anstrengungen. Wenn man zweieinhalb Jahre vor dem Start schon dabei ist, ist es legitim, den Ehrgeiz zu haben, als erster den offiziellen Titel zu tragen.» Im nächsten Schritt müsse die Regierung von Schwaben die Bewerbung prüfen und eine Empfehlung an das Kultusministerium aussprechen. «Wir könnten schon Ende Dezember oder im Januar Bildungsregion sein.»

Im Landkreis Neu-Ulm gebe es zahlreiche Bildungsprojekte, etwa Bewerbungshilfen für Mittelschüler oder das «Haus der kleinen Forscher». Dabei beschäftigten sich Kindergartenkinder spielerisch mit naturwissenschaftlichen Themen.

Eine Voraussetzung für den Titel sind zwei sogenannte Dialogforen, bei denen Bildungsinitiativen und Jugendverbände Schulleiter und Vertreter der Industrie- und Handelskammern treffen. Neu-Ulm hat dem Ministerium zufolge als einzige Region bereits zwei Foren veranstaltet. «Es ist relativ sicher, dass sie die ersten sind, die ein Konzept einreichen werden», sagte der Sprecher. dpa

(25.11.2012)

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