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Modell für Deutschland: Babys unterrichten an Bremens Schulen

BREMEN. Ein ungewöhnliches Projekt ist jetzt an drei Bremer Schulen gestartet. Ein Baby kommt regelmäßig in deren Klassen, um den Schülerinnen und Schülern Mitgefühl und Einfühlungsvermögen zu vermitteln.

„Dienstantritt für Bremens kleinsten Lehrer“ nennt „Bild.de“ den ersten Schultag für den drei Monate alten Ole, dessen Mutter ihn auf einer Decke in einem Klassenzimmer abgelegt hat. Die Schüler sitzen neben dem Kleinen und beobachten ihn.

Babys sollen die Bremer Schüler friedlicher machen. (Foto: Efleming/Flickr CC BY 2.0)

Babys sollen die Bremer Schüler friedlicher machen. (Foto: Efleming/Flickr CC BY 2.0)

Einfühlungsvermögen, Freude und Respekt ist es, was Ole den Kindern vermitteln soll. „Roots of Empathy“ (Wurzeln des Mitgefühls) heißt das Unterrichtsprojekt. Gegründet wurde es von der kanadischen Pädagogin Mary Gordon. Bundesweit erstmalig wird es jetzt in Bremen eingeführt. Zur Einführung war die Erfinderin persönlich zu Gast und erklärte die Ziele des Programms gegenüber „Radio Bremen“: „Die Kinder erkennen Menschlichkeit in dem Baby und erkennen dieselbe auch untereinander, das ist Empathie, die Basis für menschliches Verhalten.“

Finanziert wird das 100 000 Euro teure Projekt von der Hamburger API-Stiftung. Ziel des Programms sei es, durch die Entwicklung der Empathiefähigkeit bei Kindern und Erwachsenen einen Beitrag zu einem friedlichen und verantwortungsvollen Zusammenleben zu leisten. Langfristig gehe es um die Befähigung der nächsten Generationen, zugewandte Eltern und verantwortliche Mitglieder einer demokratischen Gesellschaft zu sein. Kurzfristig setze „Roots of Empathie“ auf der Ebene der Kinder und Schulklassen an. Diese werden als gesellschaftlicher Mikrokosmos verstanden. In einem positiven Klassenklima sollen die Kindern die Erfahrung von Dazugehörigkeit, Sicherheit und Respekt machen.

Zukünftig soll das preisgekrönte Programm ausgeweitet werden. nin

(18.11.2012)

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