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Gegen Rassismusattacken: Hochschule setzt Sicherheitsdienst ein

KÖTHEN. Der Student ist geschockt, der Präsident der Hochschule alarmiert. Nach einem offensichtlich rasstisch motivierten Überfall an einer Hochschule in Köthen soll jetzt Sicherheitspersonal für Ruhe sorgen.

Nach dem Überfall auf einen chinesischen Studenten in Köthen (Anhalt-Bitterfeld) will die Hochschule Anhalt für mehr Sicherheit sorgen. Künftig werde ein privater Sicherheitsdienst zwischen Wohnheim und Einkaufszentrum eingesetzt, kündigte die Hochschule am Dienstag an. Am 18. November war der Student vor seinem Wohnheim beim Müllwegbringen von mehreren Männern angegriffen worden. Der 28-Jährige wurde beleidigt und geschlagen. Mehrere Menschen hielten ihn fest, er konnte aber entkommen. Ein Verfolger schlug mit einem Fahrrad eine Tür des Wohnheims ein.

Er stehe noch immer unter Schock und habe Angst, sagte der chinesische Student, der seinen Namen nicht nennen wollte. Es seien Vorurteile aus seiner Heimat bestätigt worden. Man habe ihm dort gesagt, dass es wegen fremdenfeindlicher Übergriffe nicht gut sei, in Deutschland zu studieren. Nach sechs Jahren Maschinenbaustudium wolle er nun in seine Heimat zurückkehren.

Der Präsident der Hochschule, Dieter Orzessek, verurteilte den Überfall. Er verstehe nicht, dass die polizeibekannten Täter wieder auf freien Fuß kamen, nachdem ihre Personalien aufgenommen worden waren. «Solche Schlägertypen brauchen wir nicht.» Man brauche aber das kreative Potenzial der ausländischen Studenten. In den zurückliegenden Jahren habe es bereits zwei weitere Überfälle auf ausländische Studenten gegeben, die bekanntgeworden sind. dpa

(27.11.2012)

Ein Kommentar

  1. Sehr Interssantes Thema,
    ich bin der überzeugung das fast an allen schulen Sicherheitsdienst
    wünschenswert währe, alleine wegen dem Motto: Ist die Katze ausser Haus Tanzen die Mäuse.
    In der Schule meiner Kinder sind permanennt schlägereien oder Beleidigungen aller Art manchmal Fragen wir uns bei den Elternversammlungen wo das alles enden soll.

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