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Schavan fordert mehr Hilfen für mögliche Schulabbrecher

BOCHUM. Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat gefordert, jungen Menschen auf dem Weg von der Schule in den Beruf mehr Unterstützung zu geben. Anlass war eine Konferenz in Bochum zum Thema Schulabbrecher.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan will das Thema Berufsorientierung voranbringen. Foto: Andreas Schepers / Flickr (CC BY 2.0)

Bundesbildungsministerin Annette Schavan will das Thema Berufsorientierung voranbringen. Foto: Andreas Schepers / Flickr (CC BY 2.0)

Potenzielle Schulabbrecher brauchen aus Expertensicht mehr Hilfen schon in jungen Jahren. Sie sollten so früh wie möglich von persönlichen Betreuern aufs Arbeitsleben vorbereitet werden, sagte Stefan Sell, Direktor des Instituts für Bildungs- und Sozialpolitik der Fachhochschule Koblenz, zum Auftakt des Bildungskongresses, der unter dem Motto stand: «Aus Schulabbrechern werden Facharbeiter!»

Bundesweit seien aktuell 300 000 Jugendliche in der Warteschleife zwischen Schule, Ausbildung und Arbeitsmarkt, erläuterten die Veranstalter, die Konrad-Adenauer-Stiftung und der Initiativkreis Ruhr. Damit verbunden seien Kosten von rund vier Milliarden Euro pro Jahr. Gleichzeitig blieben 33 000 Ausbildungsstellen unbesetzt. Sell sagte: «Wir wissen von den Pädagogen, dass sie die Schüler im Alter von 12, 13 oder 14 Jahren oft nicht mehr erreichen.» In dieser Phase sei einer der Erfolgsfaktoren, die Schüler nah an die Betriebe und damit die Praxis zu bringen. «Und sie müssen persönlich begleitet werden.» dpa

(12.11.2012)

Hier – auf der Seite Schule-Beruf – gibt es umfangreiche Unterrichtsmaterialien zum Thema Berufsorientierung.

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