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Präventionsprojekt: Verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol statt Abstinenz

BRANDENBURG. Mit einem umstrittenen Projekt sollte in Brandenburg Jugendlichen ein verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol vermittelt werden.

Wenn Schülerinnen und Schüler mit Zustimmung von Eltern und Lehrern bei einer schulischen Veranstaltung Alkohol trinken, kann sich das Projekt der Aufmerksamkeit der Medien sicher sein. So war es auch beim Präventionsprojekt „Lieber Schlau als Blau“, dessen Ergebnisse jetzt die Brandenburgischen Ministerinnen für Bildung und Gesundheit Martina Münch und Anita Tack, vorgestellt haben.

oberer Bierglasrand

Verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol statt Exzess ist das Ziel von „Lieber Schlau als Blau“ (Foto: Günter Havlena / pixelio.de)

Insgesamt hatten rund 370 Jugendliche am Projekt teilgenommen. Im Mittelpunkt stand ein Trinkexperiment, bei dem die Schüler kontrolliert und am eigenen Körper erfahren konnten wie Alkohol ihre motorischen, geistigen und emotionalen Wahrnehmungen und Fähigkeiten verändert. In drei Unterrichtseinheiten werteten sie dann ihre Erfahrungen aus und verglichen sie mit ihren vorherigen Erwartungen, bezüglich Promillewert, Konzentrationsfähigkeit und positiver Stimmung. Dabei hätten die Jugendlichen vor allem gelernt, „dass die verbreitete Annahme, ‘je mehr, desto besser‘ bei Alkohol definitiv nicht stimmt.“, so Projektleiter Johannes Lindenmeyer.

Insgesamt deuteten der Studie zu Folge alle Ergebnisse darauf hin, dass durch Lieber schlau als blau nachhaltig günstige Effekte auf der Verhaltensebene von Jugendlichen im Umgang mit Alkohol erzielt werden können. Jugendliche, die am Programm teilnahmen, würden später deutlich weniger trinken als Jugendliche in einer Vergleichs-Kontrollgruppe.

Ministerin Tack betonte bei der Vorstellung der Evaluation den besonderen Fokus des Projekts auf Jugendliche, die bereits Erfahrung mit Alkohol gesammelt hätten: Viele Untersuchungen zeigen: Jugendliche, die angefangen haben, Alkohol zu konsumieren, lassen sich in der Regel nicht mehr von Abstinenzforderungen beeindrucken. Deshalb verfolgt das Projekt das Ziel, die Jugendlichen zu ermutigen, eigenverantwortlich Kriterien für den Umgang mit Alkohol zu entwickeln und mit ihren Eltern, Mitschülern oder innerhalb ihres gleichaltrigen Freundeskreises darüber zu reden“, so die Ministerin.

Bildungsministerin Martina Münch würdigt das Programm „Lieber schlau als blau“ als wichtige Ergänzung zu bereits bestehenden Alkoholpräventionsprojekten an Schulen. „ Ich gehe deshalb davon aus, dass die Schulen dieses Instrument zur Alkoholprävention – neben den anderen – auch künftig nutzen werden.“

Die Evaluation steht auf der Seite des Brandenburgischen Bildungsministerium zum Download zur Verfügung.

Ein Kommentar

  1. Koma saufen gab es auch schon vor 40 Jahren.
    Doch diese Kampanje istsehr gut.Man müßte den Jugendlichen vor Augen führen wie die Reaktionszeit sich verlängert um so mehr Alkohol getrunken wird(dies hab ich mal vor Lichtjahren mit Prominenten gesehen -war sehr interessant.Ich muß dazu sagen der Alkohol bestimmt zum Teil mein Leben seit 42 Jahren mehr oder weniger
    man findet immer einen Grund zum Trinken!
    egal ob negative oder positive Anlässe.
    Zigaretten machen sie jedes Jahr teurer,doch an den Alkohol gehen sie nicht ran (warum)
    Fußel gibt es schon für unter 5 €.In anderen Ländern schreckt mich der Preis wortwörtlich ab
    Glauben sie mir ich weiß von was ich rede.Ich habe dieses
    Jahr drei Exzesse durch(zwei waren hammerhart)
    Mein Trinkverhalten so wie Haralt Junke „36 Stunden“
    am Tag den Alokoholspiegel nicht unter 2 Promille
    rutschen lassen!Die Entgiftung hab ich dann(wo NICHTS mehr
    reinging) dann selbst zu Hause gemacht einmal 3 Tage
    einmal 36 Stunden-es war hammerhart,aber dies prägt sich im Hinterkopf ein.Vorallendingen wenn man am eigenen Körper den Zerfall mitbekommt(Kurzzeitgedächtnis usw)
    eiß man ,dass man was falsch macht

    Weiter so Rudolph

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