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UNESCO: Deutsche Schüler lernen zu wenig über Menschenrechte

BERLIN. Anlässlich des Welttags der Menschenrechte am 10. Dezember fordern die Deutsche UNESCO-Kommission und das Deutsche Institut für Menschenrechte in Kindergärten, Schulen, Berufsschulen und Universitäten die Menschenrechte stärker zu vermitteln.

Recht auf "Menschenrechtsbildung" festgehalten: UN-Generalversammlung. Foto: Basil D. Soufi / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Recht auf „Menschenrechtsbildung“ festgehalten: UN-Generalversammlung. Foto: Basil D. Soufi / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

„Jeder hat das Recht darauf, seine Menschenrechte so früh wie möglich kennen zu lernen“, heißt es in einer Erklärung. Auch in Berufsfeldern wie der Polizei, den Strafvollzugsbehörden und dem Pflegepersonal müssten die Menschenrechte intensiver in der Aus- und Fortbildung behandelt werden.

Die UN-Generalversammlung in New York hatte das Recht auf eine sogenannte Menschenrechtsbildung im vergangenen Jahr erstmals festgehalten. Die Deutsche UNESCO-Kommission und das Deutsche Institut für Menschenrechte haben jetzt die deutsche Übersetzung der Erklärung mit Fachinstituten aus der Schweiz und Österreich veröffentlicht. Die Initiatoren versprechen sich davon „Impulse für die Umsetzung des Rechts auf Menschenrechtsbildung in Schule und Beruf in Deutschland“.

Weltweit, auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz, hätten die Menschen zu geringe Kenntnisse über die Menschenrechte. Bekannt seien meist nur grundlegende Rechte wie Folterschutz, Meinungsfreiheit und Gleichberechtigung. Kinder und Jugendliche erführen im Schulunterricht zu wenig über die Menschenrechte und lernten diese zu selten als ihre eigenen Rechte kennen. „Die Vereinten Nationen betonen deshalb, dass die Staaten die Fähigkeit der Menschen fördern sollen, ihre Rechte wahrzunehmen und die Rechte anderer zu achten“, heißt es in dem Papier.

Seit Jahrzehnten setzen sich die Vereinten Nationen dafür ein, die Bildungssysteme an den Menschenrechten auszurichten. Bereits die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 betont die Rolle der Bildung für ein gerechtes und friedliches Zusammenleben. Die im vergangenen Jahr verabschiedete Erklärung gilt – obwohl rechtlich nicht verbindlich – als wichtige Grundlage, um den Stellenwert der Menschenrechte im Bildungssystem zu fördern. News4teachers

(8.12.2012)

Hier geht es zur nun vorgelegten deutsche Übersetzung der Erkärung zur „Menschenrechtsbildung“.

Ein Kommentar

  1. Was sollen die Schüler denn noch alles lernen? Jede Lobbygruppe versucht ihre Wünsche in den Lehrplan zu schleusen. Kein Wunder, dass diese Egozentrik zu Lasten der Kernkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen geht und viele Jugendliche bei Schulabschluss die Kulturtechniken immer weniger beherrschen.
    Es geht um unseren Nachwuchs und nicht um Fremdinteressen, auch wenn sie mit dem schönen Namen „Menschenrechte“ daherkommen, unter dem vermutlich die umstrittene Inklusion hoffähig gemacht werden soll.
    Behindertenrechte zu achten muss nicht zwangsläufig inklusives Lernen bedeuten. Dies wird uns allerdings immer wieder suggeriert durch eine weniger menschengerechte als menschenverachtende Gleichmacherei, die Feind jeder Individualität ist.

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