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„Weniger ist oft mehr“: Was der VBE Eltern zu Weihnachten empfiehlt

DORTMUND. Wenige Tage vor Weihnachten appelliert der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, an die Eltern, ihre Weihnachtsgeschenke wohl zu überlegen: „Es muss nicht immer die neueste Spielekonsole oder das modernste Smartphone sein.“ Vor allem bei jüngeren Kindern sollte es besser heißen: Weniger ist mehr.

Mit Sorge beobachtet der VBE, dass Kinder zunehmend mit Geschenken überschüttet werden. Foto: Mulad / Flickr (CC BY 2.0)

Mit Sorge beobachtet der VBE, dass Kinder zunehmend mit Geschenken überschüttet werden. Foto: Mulad / Flickr (CC BY 2.0)

Jüngere Kinder seien oft überfordert, wenn sie an Weihnachten mit einem Meer von Spielzeug konfrontiert seien, so Beckmann: „Kleine Kinder können ihre Aufmerksamkeit noch nicht so verteilen wie größere oder Jugendliche. Wer denkt, dass er ihnen mit möglichst vielen Spielsachen eine Freude macht, übersieht, dass es sinnvoller wäre, dem Kind weniger zu schenken, aber dafür Dinge, mit denen sich das Kind länger beschäftigen kann.“ Deswegen plädiert der VBE-Vorsitzende zum Beispiel für traditionelles Spielzeug, mit dem auch mehrere Generationen Spaß haben: „Egal ob Bauklötze oder die altmodisch wirkende Eisenbahn – mit diesen Geschenken wird das Wir-Gefühl gestärkt. Kinder merken, dass es Spaß macht, sich gemeinsam mit anderen an etwas zu erfreuen.“

Mit Sorge beobachtet Beckmann auch, dass Eltern und Großeltern manchmal versuchen, sich mit ihren Geschenken zu übertrumpfen: „Wer nur nach ‚größer – teuer – besser‘ geht, kann einem Kind den Sinn von Weihnachten nicht mehr vermitteln. Das ist ein Wettbewerb, der zu Lasten des Kindes geht.“ Stattdessen sei es sinnvoll, wenn Eltern und Großeltern zusammenlegen und gemeinsam ein größeres Geschenk kaufen: „Das zeigt dem Kind auch: Du musst dich nicht entscheiden, welches Geschenk du schöner findest – alle, die dich lieb haben, haben gemeinsam an dich gedacht.“

Unabhängig davon sollten Eltern bei Geschenken darauf achten, dass sie dem Alter angemessen sind, mahnt Beckmann: „Ein Ego-Shooter ist nichts für einen 7-Jährigen, er kann das, was er auf dem Bildschirm sieht, nicht richtig einordnen.“ Außerdem sollten Eltern stets prüfen, ob das Spielzeug nicht gesundheitsschädlich ist. Ein Blick auf die Verpackung hilft – zum Beispiel sollte ein GS-Siegel oder ein PVC-frei-Zeichen drauf sein, so Beckmann: „Und ansonsten gilt: Der gesunde Menschenverstand ist beim Spielzeug-Kauf stets dabei – wenn ein Spielzeug nach Chemie riecht oder die Farbe abblättert oder abfärbt, sollte es besser im Regal stehen bleiben.“ News4teachers

(19.12.2012)

Zum Bericht: „VBE-Chef Beckmann fordert: Grundschulen endlich gleichstellen“

 

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