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Lehrer halten länger durch – so wenig Frühpensionierungen wie noch nie

WIESBADEN. In Deutschland gehen immer weniger Lehrer wegen Dienstunfähigkeit vorzeitig in den Ruhestand. Von den 20.900 verbeamteten Lehrern, die 2011 pensioniert wurden, waren es gerade mal 4.000 – der niedrigste Wert seit Beginn der statistischen Erfassung 1993, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Zehn Jahre vorher war mehr als jede zweite Lehrkraft wegen Dienstunfähigkeit pensioniert worden. Als Grund für den Rückgang legt das Statistische Bundesamt in seiner Mitteilung nahe: die Einführung von Versorgungsabschlägen bei vorzeitiger Pensionierung im Jahr 2001. Seitdem sinkt die Zahl der Frühpensionierungen wegen Dienstunfähigkeit der Statistikbehörde zufolge kontinuierlich.

Inzwischen gehen 91 Prozent des Lehrpersonals nach Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand. Im Durchschnitt waren Lehrer im Jahr 2011 bei ihrem Ausscheiden 62,9 Jahre alt. Die Dienstunfähigen verließen die Schule mit durchschnittlich 58,2 Jahren.  Anfang 2012 erhielten insgesamt 308.900 ehemalige Lehrkräfte Ruhestandsbezüge, 14 100 mehr als im Jahr davor. Das entspricht einem Anstieg von 4,8 Prozent. Der Grund: In den 1970er Jahren wurden überdurchschnittlich viele Lehrer eingestellt, die nun ausscheiden. Das Statistische Bundesamt rechnet damit, dass die hohe Zahl an Pensionierungen die nächsten zehn Jahre anhält. dpa

(31.1.2013)

Zum Bericht: „Probleme mit Stimme und Rücken sind häufigste Lehrerleiden“

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