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NRW: U3-Kitaquote erreicht – nötig ist aber mehr

KÖLN. Platznot macht erfinderisch: Der Deutsche Städte- und Gemeindebund schlägt in nordrhein-westfälischen Großstädten «Kita-Platz-Sharing» vor.

Viele Großstädte in Nordrhein-Westfalen haben jetzt schon die bis zum Sommer geforderte Quote für U3-Plätze in Kitas erreicht. Landesweit werden bis dahin Betreuungsplätze für 32 Prozent der unter Dreijährigen angestrebt. Gemeinsam mit den Plätzen bei Tagesmüttern sollen das etwa 144 000 sein. In Köln, Düsseldorf oder Münster sind die Plätze längst geschaffen. Reichen werden sie nach Einschätzung vieler Kommunen aber nicht.

«Die Quote ist zu niedrig», sagte Georg Epp, Leiter des Bielefelder Jugendamts. «Für größere Städte in NRW muss man damit rechnen, dass 50 bis 55 Prozent der Eltern einen Kita-Platz beantragen.»

Deshalb suchen die Städte nach Alternativen. In Bielefeld prüfe man, ob die Kinder zunächst in leeren Schulgebäuden oder Containern unterkommen könnten, erklärte Epp. Köln wolle unter anderem potenzielle Tageseltern motivieren, sagte Stadtsprecherin Nicole Trum.

«Kita-Platz-Sharing» als Lösung

Auf der Suche nach Übergangslösungen hat der Deutsche Städte- und Gemeindebund eine Art «Kita-Platz-Sharing» ins Gespräch gebracht. Denkbar sei etwa, dass sich Eltern einen Betreuungsplatz für ihre Kinder teilten, sagte der Christian Schramm, Präsident des kommunalen Spitzenverbandes. Nicht jedes Kind brauche einen kompletten Kita-Platz.

Zurzeit gibt es in Düsseldorf Kitaplätze für 38,4 Prozent (6721 Plätze) der unter Dreijährigen, Köln liegt bei rund 32 Prozent (9359). Bielefeld, Bonn und Münster haben die 32-Prozent-Marke nach eigenen Angaben auch schon geknackt, Aachen wird sie bis zum 1. August dieses Jahres erreichen.

Als eine der wenigen großen Städte wird Duisburg wohl knapp an der Vorgabe vorbeischrammen: Momentan liegt die Quote dort bei 28 Prozent – damit aber immer noch zwei Prozentpunkte höher als der derzeitige NRW-Durchschnitt. dpa

(06.01.2013)

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