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Lesen und Rechnen gegen den Schulabbruch

GÜSTROW. Mit knapp 1,2 Millionen Euro sollen in Mecklenburg-Vorpommern lernschwache Schüler im Lesen und Rechnen gefördert werden.

An allen Regional- und Gesamtschulen startet im kommenden SChuljahrdas Projekt «Bildung macht stark». Lesen und Rechnen seien Schlüsselqualifikationen, die nicht nur in der Schule und in der Ausbildung wichtig sind, sagte Bildungsminister Mathias Brodkorb (SPD) bei der Auftaktveranstaltung in Güstrow. «Wir wollen den Schülern bessere Chancen eröffnen und erreichen, dass mehr Jugendliche die Schule mit einem Abschluss verlassen.»

Hausaufgaben beeinflussen Freizeit der Schüler und sind Streitthema in der Familie; Foto: woodleywonderworks / Flickr (CC BY 2.0)

In Mecklenburg Vorpommern sollen Schüler ab der fünften Klasse besser gefördert werden. Foto: woodleywonderworks / Flickr (CC BY 2.0)

Das Projekt «Lesen macht stark» werde zunächst im Schulunterricht in den 5. Klassen etabliert. Parallel dazu startet «Mathe macht stark» im Förderunterricht der 7. Jahrgangsstufe. Mit den Lernhilfen könnten Lehrer auf den individuellen Leistungsstand ihrer Schüler besser eingehen.

Mecklenburg-Vorpommern hat die bundesweit höchste Quote Jugendlicher, die die Schule ohne anerkannten Abschluss verlassen. Im Schuljahr 2011/2011 waren es 14,2 Prozent aller Schulabgänger.

«Bildung macht stark» sei in Schleswig-Holstein bereits seit 2006 mit wissenschaftlicher Begleitung erfolgreich umgesetzt worden. Die Materialkosten in Mecklenburg-Vorpommern belaufen sich den Angaben zufolge auf rund 334 000 Euro. Für die Weiterbildung der Lehrer rechnet das Ministerium bis zum Schuljahr 2017/2018 mit etwa 850 000 Euro.

«Die Unterrichtsmaterialien sind didaktisch hochwertig und ansprechend aufbereitet», sagte Brodkorb. Es werde aber auch darauf ankommen, was die Schule aus dem Angebot macht. Das Institut für Qualitätsentwicklung biete bereits in diesem Schuljahr entsprechende Weiterbildungen an. (dpa)

(05.02.2013)

Ein Kommentar

  1. Man frage doch erst einmal mal, warum die Anzahl der Schüler mit gravierenden Schwächen in den Kulturtechniken im Laufe der Zeit so rapide zugenommen hat.
    Lieber die Ursachen bei der Wurzel packen als nachträgliche Symptomkuriererei!
    Z.B. ist mehr als bekannt, dass das jahrzehntealte Lieblingskind der SPD, die Gesamtschulen, Lernen erschweren statt fördern und auch nicht zu einem angestrebten guten Sozialverhalten führen. Im Gegenteil, es ist hier schlimmer als anderswo.
    Dass ideologisch motivierte Konzepte entgegen besserem Wissen nicht aufgegeben, sondern weiter befördert werden, zeigt, wie abartig es in unserem Schulwesen zugeht. Da ist das Festhalten an falschen Theorien wichtiger als die Wahrnehmung der Realität. Sie könnte ja das geliebte Menschen- und Gesellschaftsbild ins Wanken bringen.

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