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Plagiatsjäger Heidingsfelder prüft nun Wankas Doktorarbeit

BERLIN. Der Gründer des Recherchenetzwerks «VroniPlag» will nach dem Rücktritt von Bundesbildungsministerin Annette Schavan nun die Doktorarbeit ihrer designierten Nachfolgerin Johanna Wanka (beide CDU) auf Plagiate überprüfen. «Das werde ich jetzt natürlich tun», sagte Martin Heidingsfelder der «Hamburger Morgenpost».

Johanna Wanka

Johanna Wanka folgt Annette Schavan als Bundesbildungsministerin. (Foto: AxelHH/Wikimedia CC BY 3.0)

«Grundsätzlich ist die Überprüfung von naturwissenschaftlichen Arbeiten immer etwas schwieriger», erläuterte er. «Da brauchen Sie jemanden aus dem jeweiligen Fach, der einen unterstützt. Ein Einzelplagiatsjäger ist da überfordert.» Die Mathematikerin Wanka (61) hatte 1980 an der Technischen Hochschule Merseburg über das Thema «Lösung von Kontakt- und Steuerproblemen mit potential-theoretischen Mitteln» promoviert. Schavan war am Samstag zurückgetreten, nachdem ihr die Universität Düsseldorf wegen «vorsätzlicher Täuschung» in ihrer Promotionsarbeit den Doktortitel entzogen hatte. Schavan will dagegen klagen. Auch Schavans Doktorarbeit hatte Heidingsfelder überprüft. Er bietet diese Dienstleistung auch gegen Geld an. dpa

(11.2.2013)

Zum Bericht: „Johanna Wanka – Schavans Nachfolgerin muss kämpfen“

3 Kommentare

  1. Martin Heidingsfelder verdient inzwischen gutes Geld damit, Plagiate von PolitikerInnen aufzuspüren. So hat ihm jemand viel Geld dafür geboten, auch in der Doktorarbeit der Bundeskanzlerin Plagiate aufzuspüren. Er ist jetzt offensichtlich ein Auftrags“täter“.
    Ich kann es noch nicht so richtig einordnen, aber wo könnte das hinführen, wenn diese „Geschäftsidee“ jetzt Schule macht? Bewegt sich M. Heidingsfelder eigentlich auf rechtlich sicherem Boden? Was sagt das über diesen Menschen aus, der mit seinem Handeln im schlimmsten Fall billigend in Kauf nimmt, auch persönliche Existenzen zu zerstören? Jetzt geht es um mögliche Schummeleien in Doktorarbeiten. Was kommt anschließend?
    M. Heidingsfelder hat eine Diplomarbeit geschrieben. Es wird Zeit, sie zu überprüfen.
    Wie o.g., eine abschließende Meinung habe ich mir noch nicht gebildet, aber mich beschleicht ein ziemnlich ungutes Gefühl bei dem Gedanken, dass es da jemanden gibt, der „Schicksal“ spielen kann.

  2. Ja, wenn die Sache zu einer lukrativen Manie wird, kommt mir ebenfalls das Gruseln. Ich frage mich auch, welche Drahtzieher hier am Werk sind, denn es fällt auf, dass bisher noch keine rot-grünen PolitikerInnen der Nachprüferei zum Opfer fielen.
    Oder ist mir da etwas entgangen?

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