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Tarifstreit: Jetzt beginnen Warnstreiks auch in Nordrhein-Westfalen

DÜSSELDORF. Die Schulen in Nordrhein-Westfalen müssen sich in dieser Woche auf Streiks einstellen. Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die angestellten Lehrer im Land zu Warnstreiks aufgerufen. Es solle tageweise wechselnd in den Regierungsbezirken gestreikt werden, sagte GEW-Sprecher Berthold Paschert dpa. Die GEW will einen bundesweiten Tarif für die Lehrer durchsetzen und fordert wie die anderen Gewerkschaften 6,5 Prozent mehr Geld.

Alle Schulformen seien betroffen. Wahrscheinlich falle Unterricht aus. «Wie die Schulen es organisieren, dass die Schülerinnen und Schüler nicht nach Hause müssen, liegt im Benehmen jeder Schule und in der Verantwortung des Schulleiters», sagte Paschert. An dem letzten Streik vor zwei Jahren hätten sich mehr als 3000 Lehrer beteiligt. Die GEW hat in Nordrhein-Westfalen gut 8000 angestellte Lehrer als Mitglieder.

Der Streik soll am Dienstag in den Regierungsbezirken Arnsberg und Detmold beginnen. Im Bezirk Detmold seien die Schwerpunkte Paderborn Bielefeld, Herford, Minden und Detmold, im Bezirk Arnsberg die Städte Dortmund, Bochum, Unna und Siegen. Am Mittwoch (27. Februar) sind Arbeitsniederlegungen in den Regierungsbezirken Münster und Köln geplant – mit den Schwerpunkten Münster, Gelsenkirchen, Köln, Aachen und Bonn. Im Regierungsbezirk Düsseldorf sind am Donnerstag (28. Februar) Essen, Duisburg, Wuppertal und Düsseldorf die Schwerpunkte der Warnstreiks.

In NRW sind von den 180 000 Lehrern etwa 40.000 angestellt, davon nach Gewerkschaftsangaben etwa 27.000 mit einem unbefristeten Vertrag. Die GEW beklagt seit langem, dass sie für die gleiche Arbeit deutlich schlechter bezahlt werden als ihre verbeamteten Kollegen.

In der vergangenen Woche hatte es Streikaktionen unter anderem in Berlin, Niedersachsen und Baden-Württemberg gegeben.

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