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Tarifstreit: Warnstreiks sind jetzt auch in Nordrhein-Westfalen angelaufen

BERLIN. Lange Wartezeiten in Kfz-Zulassungsstellen, Lehrer auf der Straße, Verzögerungen bei Behörden: Die bundesweiten Warnstreiks im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes sind in mehreren Bundesländern weitergegangen. In Sachsen-Anhalt demonstrierten Erzieher und Lehrer für mehr Geld. Mit einem Auto-Korso legten streikende Lehrer den Autoverkehr in Neubrandenburg zeitweilig lahm. Auch in Nordrhein-Westfalen rief die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die angestellten Lehrer auf, die Arbeit ganztägig niederzulegen. In Hamburg gab es eine Demo durch die Innenstadt. «Wir sind es wert», war auf Bannern zu lesen.

Bereits um 6.00 Uhr wurde in einigen öffentlichen Einrichtungen in Hamburg die Arbeit niedergelegt. Darunter war auch das Veterinär- und Einfuhramt. Die Mitarbeiter nehmen dort normalerweise Proben von Lebens- und Futtermitteln, die über den Hamburger Hafen kommen. Ein Schwerpunkt der Warnstreiks war auch der Landesbetrieb Verkehr inklusive der Kfz-Zulassungsstellen. «Wir haben die Kunden, die spontan kamen, wegschicken müssen», sagte ein Sprecher. Wer einen Termin hatte, musste längere Wartezeiten hinnehmen.

Die Gewerkschaften und Arbeitgeber verhandeln seit Ende Januar über einen neuen Tarifvertrag für die Angestellten der Länder. Verdi fordert gemeinsam mit der GEW, der Gewerkschaft der Polizei (GdP) und dem Beamtenbund 6,5 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst, neue Urlaubsregelungen und eine Übernahmegarantie für Auszubildende. Die bundesweit dritte Tarifrunde ist am 7. und 8. März in Potsdam vorgesehen. dpa

(26.2.2013)

Zum Bericht: Streik-Aktion auf der “didacta”: Lehrer haben “Wut ohne Ende”

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