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Brandenburg: Jede dritte Klasse größer als erwünscht

POTSDAM. Jede dritte erste Klasse an Brandenburgs Grundschulen ist im aktuellen Schuljahr größer als politisch gewünscht.

In 202 der insgesamt 607 Klassen gebe es mehr als die 23 Schüler, die dem gesetzlichen Richtwert entsprechen würden, wie Bildungsministerin Martina Münch (SPD) in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage mitteilte. Mehr als die Hälfte (340) liege unterhalb des Richtwertes. In zehn ersten Klassen würden mehr als 28 Schüler unterrichtet, das heißt mehr als maximal vorgesehen sind, bevor eigentlich eine neue Klasse gegründet werden müsste.

Besser sieht das Verhältnis aus bei den 73 öffentlichen Grundschulen, die am Pilotprojekt zu inklusiven Schulen teilnehmen: Von 113 ersten Klassen liegen nur 13 oberhalb des Richtwertes von 23 Schülern. Drei Klassen wurden mit mehr als 25 Schülern eingerichtet – laut Münch im Einvernehmen mit der Schulleitung und den schulischen Gremien. Inklusive Schulen verfolgen den Ansatz von einer Schule für alle Schüler, auch für solche mit besonderem pädagogischem Förderbedarf.

In der Statistik nicht berücksichtigt sind ABC-Schützen, die in jahrgangsübergreifenden Klassen ins Schulleben gestartet sind oder die an Schulen in freier Trägerschaft lernen. dpa

(03.03.2013)

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