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Drohender Streit um bundesweite Anerkennung der Lehrerexamen

BERLIN. Eigentlich will die Kultusministerkonferenz am Donnerstag die bundesweite Anerkennung von Lehrerexamen beschließen. Angeblich strebt aber Bayern ein Schlupfloch an. SPD- und grün-regierte Länder wollen das nicht mittragen.

Die angestrebte bundesweite Anerkennung von Lehrerexamen auf der Kultusministerkonferenz (KMK) an diesem Donnerstag ist noch nicht gesichert. Nach außen gedrungenen Informationen zufolge bestehe Bayern auf einer Formulierung in dem Beschlusstext, nach der «die Einstellungsmodalitäten des jeweiligen Landes» von der KMK-Vereinbarung unberührt bleiben sollen. Die von SPD und Grünen regierten Bundesländer wollen das nicht mittragen. Ansonsten gibt es weitgehend Einvernehmen über den Text.

Fahnen der in der Kultusministerkonferenz vertretenen Bundesländer

Nicht immer ist der Bundeslandswechsel für Lehrer unproblematisch. Foto: Martin Berk / pixelio.de

Der Bund hat den Ländern eine «Qualitätsoffensive» zur Lehrerausbildung angeboten und will dafür bis 2023 jährlich 50 Millionen Euro für Hochschulprojekte zur Verfügung stellen. Voraussetzung ist die uneingeschränkte Anerkennung der Lehrerexamen in allen Bundesländern.

Die Lehrerausbildung ist in den 16 Ländern sehr unterschiedlich geregelt. So wird in Bayern die Ausbildung in der Regel nach wie vor mit einem Staatsexamen abgeschlossen, während sich die anderen Bundesländer für die Bachelor- und Master-Studienstruktur entschieden haben. Nach einer KMK-Schätzung wechseln pro Jahr etwa 6000 bis 9000 Pädagogen unmittelbar vor oder nach dem Vorbereitungsdienst das Bundesland. Bei rund 700 Fällen gab es dabei zum Schuljahr 2011/12 Probleme, die zur Ablehnung führten. (dpa)

(06.03.2013)

zum Bericht: Lehrer sollen endlich leichter das Bundesland wechseln können

Bericht (07.03.2013): Kultusminister: Lehrer können künftig das Bundesland leichter wechseln

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