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Freie Wähler fordern Schulfach für den Alltag

MÜNCHEN. Angesichts „alarmierender Fehlentwicklungen“ fordert Schulpolitiker Günther Felbinger ein neues Schulfach, das Hilfe zur Bewältigung des Alltags bietet. Schauspielerin Senta Berger wünscht sich in Schulfach für soziale Kompetenz.

Viele Bürger Bayerns sind nach Ansicht der Freien Wähler mit ihrem Alltag überfordert – Abhilfe soll ein neues Schulfach «Lebenskunde» schaffen. Sie solle vom ersten Schuljahr an mit einer Stunde pro Woche in allen Schularten unterrichtet werden, forderte der FW-Schulpolitiker Günther Felbinger.

Günther Felbinger

Nicht nur nach Ansicht von FW-Schulpolitiker Günther Felbinger muss die Schule auch auf den Alltag vorbereiten. Foto: By Mdl felbinger / Wikimedia Commons (CC-BY-SA-3.0)

Der vorgeschlagene Lehrstoff: Gesundheits- und Ernährungsbildung, Verbraucher- und finanzielle Allgemeinbildung, und «Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler». Die agrarpolitische Sprecherin Ulrike Müller beklagte alarmierende Fehlentwicklungen «wie Mangelernährung, Bewegungsmangel, Lebensmittelverschwendung oder überschuldete Haushalte».

Ein ähnliches Thema schlug die Schauspielerin Senta Berger an. Sie wünscht sich von den Schulen einen stärkeren Kampf gegen Suchtkrankheiten. «Zum Beispiel mit einem Fach, in dem es um soziale Kompetenz geht – wo Themen wie Mobbing, Integration, Gewalt, Drogen und Essstörungen behandelt werden», sagte die 71-Jährige am Dienstagabend in Grünwald bei München. Berger wurde vor 14 Jahren mit dem Drogentod von Justin, einem Freund ihres Sohnes Luca, konfrontiert. Seitdem macht sie sich für Präventionsarbeit stark. (dpa)

(20.03.2013)

zum Bericht: Konsumieren mit Köpfchen: Initiative fordert “Verbraucherbildung” als Schulfach

zum Bericht: Lehrer machen gegen schlechte Erziehung mobil

2 Kommentare

  1. Martin Schuster

    Schulfächer für „Lebenskunde“ oder „soziale Kompetenz“ sind geradezu aberwitzig.
    Lernen Kinder so etwas durch theoretische Belehrung und Erörterung?
    Der Glaube in das, was Schule leisten kann und soll, wird immer grotesker. Kein Wunder, dass die Schüler bei Lehrplänen, die mit Unsinn vollgestopft sind, kaum mehr etwas gründlich lernen und neben der Schule her Nachhilfe brauchen.

  2. Was Herr Felbinger will, hieß früher „Familie“.
    Einen minimalen Teilersatz können Klassenfahrten bieten.

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