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Ministerin rät: “Studieren, was Spaß macht” – notfalls gegen die Eltern

DÜSSELDORF. Nordrhein-Westfalens Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) hat für Abiturienten, die auf der Suche nach einem geeigneten Studienfach sind, einen Ratschlag parat: «Ich glaube, dass es am allerwichtigsten ist, das zu studieren, was einem Spaß macht – das, wo man den Biss hat, weiterzumachen.»

NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze meint, dass Eltern nicht immer Recht haben, wenn's um die Studienpläne ihrer Kinder geht. (Foto: Euku/Wikimedia CC BY-SA 3.0)

NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze meint, dass Eltern nicht immer Recht haben, wenn’s um die Studienpläne ihrer Kinder geht. (Foto: Euku/Wikimedia CC BY-SA 3.0)

Sie selbst habe das auch so gehalten, verriet die 44-Jährige. Nachdem sie 1988 an einem Neusser Gymnasium ihr Abitur mit der Note 1,8 abgelegt hatte, überlegte die gebürtige Düsseldorferin zunächst, Medizin zu studieren. «Als ich dann an der Hochschule stand, habe ich mich aber ganz spontan für Germanistik und Sozialwissenschaften eingeschrieben, weil ich mir überlegt habe: Was habe ich denn wirklich gerne gemacht in den vergangenen Jahren? Das war das.» Bei der Studienwahl gelte manchmal auch die Devise: «Nicht auf die Eltern hören.»

In ihrer Familie sei sie die Erste gewesen, die studiert habe, berichtete Schulze. Mit dem spontanen Schwenk seien ihre Eltern dann aber auch zufrieden gewesen: «Die waren überzeugt: Egal, was das Kind studiert, da wird schon was draus.» dpa

(31.3.2013)

2 Kommentare

  1. Bei Spaß als Hauptkriterium ist mir ein wenig unwohl …
    Besteht nicht die Gefahr, dass mir niemand später für meinen Spaß ein Gehalt zahlt?

    • Aber einen Beruf auszuüben der keinen Spaß macht…? Lieber einen Job aus Überzeugung machen, als dass man Morgen für Morgen aufsteht, ohne zu wollen – weil man auf seine Arbeit keine Lust hat 🙂

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