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Sachsen-Anhalt: Gemeinschaftsschule startet mit öffentlichen und freien Trägern

MAGDEBURG. An der Gemeinschaftsschule sollen die Schüler länger gemeinsam lernen, bevor entschieden, wird, welchen Abschluss sie machen. Kultusminister Stephan Dorgerloh freut sich über „pädagogischen Ehrgeiz“.

Voraussichtlich zwölf Gemeinschaftsschulen machen den Auftakt und gehen zum Schuljahr 2013/14 in Sachsen-Anhalt an den Start. Sie sollen das Konzept des längeren gemeinsamen Lernens umsetzen. Statt nach der vierten Klasse soll dort erst später entschieden werden, ob ein Kind das Abitur oder einen anderen Abschluss macht. Unter den ersten Gemeinschaftsschulen seien sieben öffentliche Schulen und fünf in freier Trägerschaft, sagte ein Sprecher des Kultusministeriums. Es stünden teils allerdings noch Beschlüsse der Schulträger aus. Bis April will das Ministerium noch die Gemeinschaftsschulverordnung auf den Weg bringen.

Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD)

Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) freut sich über das große Interesse freier Träger an der neuen Schulform. Foto: Kultusministerium Sachsen-Anhalt

Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) sagte: «Die freien Träger haben ein gutes Gespür dafür, was Eltern wollen und was pädagogisch sinnvoll ist.» Er finde es toll, dass sich innerhalb der kurzen Zeit Schulen bereitgefunden haben, das neue Konzept umzusetzen, obwohl die entsprechende Verordnung noch nicht vorliege. «Ich freue mich über den pädagogischen Ehrgeiz.» Das Interesse weiterer Schulen sei da, Fortbildungen würden gut angenommen, sagte Dorgerloh.

Dass die neue Schulform eingeführt wird, hatte der Landtag im November 2012 beschlossen. Sie wird zusätzlich zu den bestehenden Grundschulen, Sekundarschulen, Gymnasien, Gesamtschulen und Förderschulen eingeführt.

Im Land gibt es derzeit 166 000 Schüler an rund 930 Schulen. Auch mehrere andere Bundesländer wie Berlin und Thüringen haben bereits Gemeinschaftsschulen ermöglicht. Ein Vorteil der Gemeinschaftsschulen soll sein, dass damit auch auf dem Land alle Abschlüsse angeboten werden können. (Dörthe Hein, dpa)

(04.03.2013)

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