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Studie: Ehrenamtliches Engagement von Jugendlichen geht zurück

DORTMUND. Forscher der TU Dortmund und des Deutschen Jugendinstituts hatten sowohl Mitarbeiter in Organisationen als auch Jugendliche befragt.

Das Abitur nach Klasse zwölf oder auch die Umstellung auf Bachelor- und Masterabschluss – dadurch fühlen sich viele Jugendliche unter Druck gesetzt. Für manche Dinge bleibt ihnen so weniger Zeit, etwa für ehrenamtliche Arbeit. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie des Forschungsverbundes Deutsches Jugendinstitut und Technische Universität Dortmund.

Freiwillige Feuerwehr

Ein Beispiel für soziales Engagement: die freiwillige Feuerwehr. Foto: barockschloss / Flickr (CC BY 2.0)

Nach Ansicht der hauptberuflichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter in den Einrichtungen haben Jugendliche nicht genug Zeit, sich zu engagieren: Fast drei Viertel der Befragten (73 Prozent) stimmten dieser Aussage zu. Bezogen auf die vergangenen fünf Jahre haben 78 Prozent den Eindruck, dass der zeitliche Umfang des Engagements abgenommen habe. 81 Prozent der Befragten beklagen außerdem, dass es im Vergleich zu früher schwieriger geworden sei, mit Jugendlichen Termine für Aktivitäten auszumachen.

Im zweiten Teil der Studie wurden junge Erwachsene selbst befragt. Von den ehrenamtlich Tätigen bringen die 14- bis 18-Jährigen im Schnitt etwa 5,2 Stunden pro Woche dafür auf. Mit dem Alter steigt der zeitliche Umfang: Die 22- bis 26-Jährigen arbeiten 7,2 Stunden die Woche nebenher, die 30- bis 35-Jährigen 8,1 Stunden. Obwohl knapp die Hälfte (46 Prozent) der Befragten angab, sich durch ehrenamtliche Aufgaben gestresst zu fühlen, sagten drei Viertel (75 Prozent), dass sie ihre Aktivitäten gut mit anderen Lebensbereichen verbinden können. 11 Prozent würden aber gerne etwas kürzertreten.

Die unterschiedliche Wahrnehmung vonseiten der Organisationen und der Jugendlichen selbst erklären die Wissenschaftler dadurch, dass an der Befragung von vornherein nur stark engagierte Jugendliche teilgenommen haben. Die Gruppe derjenigen, die zu wenig Zeit für ehrenamtliche Mitarbeit hat, konnte so nicht abgebildet werden. (dpa)

(14.03.2013)

Zur Beschreibung der Studie (TU-Dortmund)

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