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Uni Friedrichshafen vergibt „Anti-Streber-Stipendium“

FRIEDRICHSHAFEN. Mit einem «Anti-Streber-Stipendium» will die Zeppelin-Universität (ZU) in Friedrichshafen am Bodensee auch Studenten ohne geradlinigen Lebenslauf an die Hochschule locken. Das Stipendium richte sich all diejenigen, die sonst niemals eines bekommen würden, sagte ZU-Vizepräsident Tim Göbel. Vergeben werden sollen die insgesamt zwölf Plätze pro Semester ab Herbst zum Beispiel an Legastheniker, Sitzenbleiber, Gründungspleitiers oder Studierende mit Kind.

Die Hochschule hatte für das laufende Semester bereits Stipendien für Studienabbrecher ausgeschrieben. Mit dem nun erweiterten Programm würden Menschen angesprochen, die Erfahrungen jenseits des Erfolgs gemacht hätten und die damit die Vielfalt der Universität förderten. «Zahlreiche Studien belegen: Teams mit strategischer Diversität sind selbstkritischer und selbstbewusster, wachsamer und achtsamer», sagte Göbel. «Diese Vielfalt, die viel zu oft an den Universitäten außen vor bleibt, wollen wir im eigenen Interesse reinholen zu uns.» Die ZU wolle besondere Studenten für die Universität gewinnen – unabhängig von deren Elternhaus, sagte ZU-Präsident Stephan Jansen. «Von 100 Akademikerkindern schaffen 71 den Sprung auf die Universität, von 100 Nichtakademiker-Kindern nur 24.» dpa
(11.3.2013)

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