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Bayrische Sozialministerin will barrierefreies Bayern

MÜNCHEN.Rentner, Familien mit kleinen Kindern und Rollstuhlfahrer haben eines gemeinsam: Sie sind schlecht zu Fuß und werden häufig noch behindert. Bayerns Sozialministerin will das ändern.

Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) fordert einen finanziellen Kraftakt, um Bayern bis zum Jahr 2025 barrierefrei für Alte, Behinderte und Familien zu machen. «Es geht darum, allen Menschen eine selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen zu ermöglichen», erklärte Haderthauer. «Ich will gerade den Lebensalltag für Behinderte und ältere Menschen spürbar erleichtern und verbessern.» Für die Einbeziehung und gleichberechtigte Teilhabe von Behinderten in allen Lebensbereichen sei Barrierefreiheit eine wesentliche Voraussetzung. Haderthauer forderte deshalb ein Sonderinvestitionsprogramm des Freistaats – so wie es das beim Krippenausbau schon gibt.

«Staatliche Investitionszuschüsse sollen bewirken, dass Bayern in allen Landesteilen bis 2025 barrierefrei ist.» Die ganze Gesellschaft sei gefordert. Natürlich sei die Barrierefreiheit nicht von heute auf morgen zu erreichen. «Umso wichtiger ist ein kraftvoller Einstieg.» Mit dem Programm «Bayern barrierefrei 2025» will Haderthauer Kommunen und freie Träger dabei unterstützen, Barrieren in Einrichtungen und Gebäuden, auf Straßen und Plätzen und in den Kommunikationssystemen abzubauen. «Hier gibt es viel zu tun, da müssen Gemeinde, Städte und Landkreise gemeinsam anpacken.»

Von der Barrierefreiheit des öffentlichen Raums würden alle profitieren – Menschen mit Behinderung, ältere Menschen und Familien, sagte Haderthauer. «Denn nicht nur für Rollstuhlfahrer stellen zum Beispiel hohe Schwellen ein unüberwindbares Hindernis dar, sondern auch für ältere Menschen mit Rollatoren oder Familien mit Kinderwagen.» Alltägliche Tätigkeiten seien oft nur unter großen Mühen zu bewältigen – von Erledigungen im Rathaus bis zum Besuch im Schwimmbad. «Auch die Busfahrt, der Schulbesuch oder das Stöbern in der Bücherei stellt da leider oft keine Ausnahme dar.» Haderthauer hat aber mehr im Sinn als nur den Abbau von Stolperschwellen: Barrierefreiheit bedeute nicht nur den Abbau baulicher Barrieren und den uneingeschränkten Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln – «auch die akustische und visuelle Benutzbarkeit von Systemen der Informationsverarbeitung ist ein zentraler Punkt.» dpa

(12.5.2013)

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