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FDP stellt Betreuungsgeld erneut zur Debatte

BERLIN. Gerade innerhalb der Regierungskoalition durchgeboxt, steht das Betreuungsgeld schon wieder auf der Agenda: Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) will es im Falle eines Wahlsieges erneut auf den Prüfstand stellen.

Gut vier Monate vor der Bundestagswahl stellt die FDP das Betreuungsgeld wieder infrage. Die umstrittene Leistung für junge Eltern vertrage sich nicht mit dem modernen Familienbild der Liberalen, sagte Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger der «Augsburger Allgemeinen». Im Falle eines schwarz-gelben Wahlsieges könne das Betreuungsgeld daher noch einmal Gegenstand von Koalitionsverhandlungen werden. «Wenn wir alle familienpolitischen Leistungen auf ihren Nutzen und ihre Sinnhaftigkeit hin überprüfen, gehört dazu natürlich auch das Betreuungsgeld.» Das Betreuungsgeld soll ab 1. August an Eltern gezahlt werden, die ihre Kleinkinder nicht in eine Kita geben. dpa

(5.5.2013)

34 Kommentare

  1. Die bescheidene Anerkennung der Leistung für Erziehung und basale kognitive Entwicklung durch das Betreuungsgeld ist sehr zu begrüßen und eine Infragestellung zeugt von einer Unkenntnis wissenschaftlicher Erkenntnisse bezüglich frühkindlicher Basalerziehung
    Niemand kann sich an die ersten drei Lebensjahre direkt und konkret erinnern, da dort komplexe Reifungs- und Verschaltungsvorgänge in den Gehirnen ablaufen, in welche nur sehr behutsam eingegriffen werden sollte.

    So toll sind Krippen für 0 – 3jährige Kleinstkinder nicht, für die seltsamerweise linke und gewerkschaftsnahe Parteien als auch Wirtschaftslobbyisten (Arbeitgeberpräsident HUNDT; Präsident von Gesamtmetall DULGER) wie wild trommeln: „Befreit die Mütter von ihren Kindern und fesselt sie an die Maschinen“
    Nicht nur die Familie, sondern vorallem die Schwächsten, die Kinder, werden möglicherweise ernste Probleme bekommen und damit die Zukunft unseres Volkes.
    Ausgerechnet diejenige Partei, die sich für die Schwachen einsetzen will, argumentiert reflexhaft gegen das Betreuungsgeld und trifft damit die Schwächsten der Gesellschaft.
    Die Krippe scheint eine Einrichtung zum Wohlergehen von Erwachsenen zu sein, denn ein bezüglich der sehr frühen Krippenaufbewahrung nicht ausreichend beachtetes Problem (neben zu erwartender erhöhter Stresshormonausschüttung infolge „learned helpnessless“ und Wachstumshormonmangel infolge reduziertem Langsamen-Wellen-Schlaf in der Krippe) ist die mögliche Störung bzw. Verzögerung der frühkindlichen Sprachentwicklung zu befürchten. Ein wichtiger Unterschied zwischen Tier und Mensch ist die Sprache auch als Basis des Denkens. Mangelnde primäre (besonders 0 – 1,5 Jahre) frühkindliche Sprachentwicklung hat oft die Folge von Lese- und Rechtschreibstörungen und letztlich ungünstiger kognitiver Entwicklung.
    Dadurch ist zu befürchten, dass der wichtigste Schatz, den Deutschland besitzt, nur ungenügend sprachlich und kognitiv entwickelt vorliegen wird. (Siehe Ärztereport der Barmer Ersatzkasse vom Januar 2012 mit bereits jetzt schon ca. 40% sprachgestörten Kindern im Alter von 5 – 6 Jahren (Gründe: Zunahme Tagesmütter: 2006 ca. 14%, bereits 2010: 23%;; enorme Lärmpegel in Kitas); logopädische Behandlungskosten etwa 1 Milliarde Euro).
    Warum heißt es Muttersprache und nicht Vatersprache?
    Bereits ab der 20. Gestationswoche hört der Foet im Mutterleib flüssigkeitsangekoppelt die Mutterstimme und ist nach der Geburt massiv darauf fixiert, sodass eine längere (max. bis zu 3 Jahren) dyadenspezifische Beziehung zwischen diesen beiden Personen notwendig ist, zumal in diesem Zeitraum zumindest zwei kürzere Phasen besonders begierigem Sprechlernen des Kleinkindes individuell verschieden auftreten (siehe Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 3. Auflage, Logos-Verlag, Ansbach, 2013)

  2. @Nonnen
    Volle Zustimmung!
    Ich bedaure oft, dass sich die Befürworter des traditionellen Familienlebens taktisch unklug verhalten. Anstatt immer wieder die gesicherten Erkenntnisse von Kinderärzten und -therapeuten in den Vordergrund zu stellen, reiten sie auf Gesetzesparagraphen und Gleichstellungsargumenten herum.
    Erst wenn der breiten Öffentlichkeit klar ist, was familiäre Erziehung prinzipiell für die geistig-seelische Gesundheit des Nachwuchses und damit der Gesellschaft bedeutet, leistet sie den Familien mehr Beistand und fällt weniger auf unseriöse Studienergebnisse, ideologische Politikerphrasen und überzogene Zahlen von „Rabeneltern“ herein, die jetzt leider ausschlaggebend sind für die allgemeine Meinung.

  3. Ich finde es gut, dass die FDP das Betreuungsgeld noch einmal auf den Prüfstand stellen will. Es ist meiner Meinung nach kontraproduktiv. Zum einen finde ich es seltsam, wenn Eltern dafür Geld bekommen, dass sie ihr Kind nicht in eine Kita geben. Wieso soll man sowas belohnen? Ich meine, das ist Privatsache. Liebe Eltern, gebt eure Kinder in Kitas oder gebt sie eben nicht in Kitas. Wieso sollen wir Steuerzahler euch dafür belohnen, wenn ihr es nicht tut (in Zeiten, in denen überall Geld fehlt). Daneben sehe ich auch den Effekt, dass Kindern aus sozialschwachen bzw. „problematischen“ Familien, denen die Betreuung in Kindergärten aus verschiedenen Gründen gut täte, von ihren Eltern nun nur wegen dem Geld (wegen des Geldes) nicht in eine Kita gegeben werden – so geraten sie gegenüber „normal aufachsenenden“ Kinder noch weiter in einen Rückstand. Und dafür zahlen wir dann später auch noch, z.B. für entsprechende Therapien usw. (ich will das hier nicht im Detail ausführen).

    • @sofawolf
      Nur mal angenommen, es könnte was dran sein an dem, was „Nonnen“ geschrieben hat, dann werden später für ganz andere Dinge Therapien bezahlt als für die, die Sie im Auge haben.
      Und dass ganztägige Kitas (insbesondere Krippen) für ein normales Aufwachsen stehen, halte ich nicht nur für eine naive, sondern auch schlimme Behauptung.
      Die Natur hat für ein gesundes Aufwachsen des Nachwuchses sicher nicht eine Massenhaltung durch Fremde vorgesehen, sondern Eltern und Familie.
      Die vielgepriesenen skandinavischen Länder sind uns in der Fremdbetreuung rein zeitlich um ca. 3 Jahrzehnte voraus. Lesen Sie mal nach, welche seelischen Krankheiten unter den jungen Erwachsenen grassieren. Im vielgepriesenen Finnland ist die Selbstmordrate junger Menschen ebenso wie die Kriminalitätsrate eine der höchsten in der Welt. Nicht viel besser sieht es in Schweden aus. Depressionen sind an der Tagesordnung.
      Eine befreundete Psychotherapeutin hat sich auf Grund der Zunahme psychischer Leiden auf einen Schwerpunkt spezialisiert: die Behandlung von Erwachsenen, welche als DDR-Kinder die ersten 3 Lebensjahre in Krippen verbrachten. Sie hat viel zu tun und ihre Erfahrungen sind erschütternd.
      Ich kann Ihnen gern Links liefern zur besseren Information. Da diese aber von mir als ausgesprochener Fremdbetreuungsgegnerin ausgesucht sind, werden Sie Vorbehalte haben. Also informieren Sie sich besser selbst, aber tun Sie’s. Das Internet stellt glücklicherweise mehr zur Verfügung als die zahlreichen politisch gewollten Versionen der Dinge.
      Zuletzt noch dies: Ja, es gibt „Rabeneltern“, die nur das Geld im Auge haben. Aber sollen die für das Los der vielen Kinder ausschlaggebend sein, die in glücklichen Verhältnissen aufwachsen könnten, wenn den Eltern nicht zunehmend Steine in den Weg gelegt würden?
      Über eine Herausfilterung dieser Eltern und eine angeordnete Fremdbetreung können sich die Politiker ja mal Gedanken machen. Ich fürchte nur, sie tun das nicht, sondern nehmen diese negativen Beispiele lieber weiterhin zum willkommenen Anlass, die staatliche Fremdbetreuung in den Himmel zu heben.
      Klar, Eltern als Doppelverdiener bringen für die Wirtschaft, das Bruttosozialprodukt und die Steuereinnahmen sehr viel mehr als Eltern, die nur zur Hälfte arbeiten gehen und obendrein noch Betreuungsgeld oder Erziehungsgehalt fordern.

  4. *aufwachsenden

  5. @ Nathalie, doch, doch, stellen Sie mal ruhig Ihre Querverweise (Links) hier rein. Was Sie oben schreiben, bleibt ja den Nachweis jeglicher Relevanz schuldig. Natürlich gibt es auch unter Erwachsenen aus der DDR psychische Probleme, aber inwiefern ist das ein Beweis dafür, dass Kinderkrippen und Kindergärten daran schuld sind – ich meine SIGNIFIKANT. Genauso ist es mit der Selbstmordrate in Finnland, auf die Sie verweisen, aber nicht begründen, was das mit Kindergärten und Kinderkrippen zu tun hat. War es dort früher anders, als man dort die Kinder noch nicht in die „staatliche Betreuung“ gab? Dafür hätte ich gerne einen Beleg! Da Sie Belege dieser Art zu haben vorgeben, nehme ich Ihr Angebot gerne an, mir diese anzuschauen. Schließlich habe ich auch mal gehört, dass aufgrund der längeren, sonnenlichtlosen und sonnenlichtarmen Zeit in den skandinavischen Ländern dort Depressionen und Suizide stärker vertreten sind. Sie führen das allerdings nun auf die Kitas zurück. Ok, wo steht das?

  6. PS: Ich hoffe Ihre Nachweise werden etwas gründlicher sein als Ihre Verweise auf meine Aussagen. Wo habe ich denn geschrieben, dass ganztägige Kitas für ein normales Aufwachsen stehen? Ich habe doch vielmehr geschrieben, dass die Eltern ihre Kinder in Kitas geben sollen oder NICHT. Ich finde im Normalfalle nichts Verwerfliches daran, nur meine ich, dass die Allgemeinheit das Zuhausebehalten nicht finanziell belohnen soll, weil es erstens Privatsache ist und weil es zweitens „Rabeneltern“ – Ihr Wort! – dazu bringt, ihre Kinder, denen Kitas gut täten (!), nicht in Kitas zu geben. Ich hoffe, ich lese jetzt in den Quellen nicht auch, was niemand bestritten und niemand behauptet hat.

  7. @sofawolf
    Dies hier ist auch noch lesenswert. Alles nur eine Folge „sonnenlichtloser und sonnenlichtarmer Zeit in den skandinavischen Ländern“?
    http://www.derwesten.de/panorama/schwedische-professoren-klagen-ueber-ihre-dummen-studenten-aimp-id7915647.html#comments

  8. @ nathalie und warner, ich bin noch nicht dazu gekommen, mir alle Links genauer anzuschauen, aber schon mal vielen Dank. Eben warf ich einen Blick auf Ihren Link, warner, dort beklagt man sich über das Niveau der Studenten. Aber nirgendwo steht doch, dass das daran liege, dass die schwedischen Kinder in ihren ersten Lebensjahren nicht zu Hause bleiben, sondern in Kinderkrippen und -gärten gehen. Und einen Zusammenhang mit Selbstmorden sehe ich überhaupt nicht. Ähnlich ist es beim letzten Link von Nathalie. Da geht es darum, dass an einer Vorschule in Schweden Kinder „geschlechtsneutral“ erzogen werden. Es geht nicht um das Thema, ob sie zu Hause oder nicht zu Hause erzogen werden sollen und woher die höhere Selbstmordrate in skandinavischen Ländern kommt. Inwiefern sind das also Belege? Für was? Bzw. wofür?

  9. Der vorletzte Beleg (Link) von Nathalie ist eine Einzelmeinung. Das ist nun nicht viel anders, als wenn Nathalie hier ihre Meinung schreibt und warner ihr zustimmt. Kein BEWEIS. Noch interessanter wird es bei dem Beleg davor, der aus dem Magazin „ZeitenSchrift“ stamm. Dazu lese ich bei Wikipedia: „Tobias Jaecker, Autor des Buches Antisemitische Verschwörungstheorien nach dem 11. September, ordnet die weltanschauliche Ausrichtung der „ZeitenSchrift“ als esoterisch-rechtsextremistisch ein;[2] der Historiker Stefan Meining bezeichnete das Blatt 2002 in einem Vortrag auf einem Symposiums des Thüringer Landesamtes für Verfassungsschutz als „das seit Jahren wohl wichtigste publizistische Sprachrohr der deutschsprachigen Rechtsesoterik.“[3]“ (Siehe Wikipedia) Nun, es darf ja jeder denken, was er will, aber soviel zu diesem „Beleg“.

  10. Zur „Zeitenschrift“ liest man weiter: „Eine Publikation der Landesjugendbehörde der Stadt Hamburg sieht das Blatt im engeren Umfeld der theosophischen „Universalen Kirche“ und berichtet, dass die Herausgeber der „ZeitenSchrift“ wegen des Abdrucks eines Interviews mit Peter Leach-Lewis im Heft 13/97, dem „Patriarchen und Erzbischof“ dieser Vereinigung, wegen Volksverhetzung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wurden.[4]“

  11. Der vierte Link (von unten) ist wiederum eine Privatmeinung so wie die von warner und Nathalie selbst. Ich hätte da doch eher „Untersuchungsergebnisse“ auf wissenschaftlichem Niveau und mit einer gewissen allgemeingültigen Anerkennung gedacht. Es ist ja klar, dass es zu allem Widerspruch gibt und jeder für seine Meinung auch seine Argumente hat. Überzeugt haben mich DIESE Links noch nicht. Die anderen schaue ich mir (vielleicht) noch später an.

  12. @sofawolf
    Was sind für Sie „Untersuchungen auf wissenschaftlichem Niveau“?
    Die Befürworter eines Bildungssystems oder einer Methode liefern heutzutage ebenso ihre „wissenschaftlichen Beweise“ wie ihre Kontrahenten mit den ihrerseits geschätzten Systemen und Methoden. Gerade die Pädagogik quillt über vor „wissenschaftlichen Studien“, die völlig verschiedene Ergebnisse liefern. Was ist da noch verlässlich außer dem eigenen gesunden Menschenverstand?
    Ich wiederhole meinen Vorschlag, dass Sie sich ihre Studienergebnisse lieber selbst zusammensuchen. Mir war vor meinem ersten Kommentar an Sie schon klar, wie Sie reagieren würden. Und damit lag ich ja auch goldrichtig.
    Geradezu ärgerlich finde ich allerdings, dass Sie die immer beliebter werdende Nazi-Keule benutzen, um einen Artikel und damit auch seinen Empfehler in ein schiefes Licht zu setzen.
    Nach wie vor finde den Artikel gut, egal, was Sie über seine angebliche Herkunft gelesen haben. Da bin ich erwachsen und selbstbewusst genug, um mir ein eigenes Urteil zu bilden.

  13. @ Nathalie, seien Sie doch nicht sauer, wenn ich mich nicht so einfach Ihrer Meinung anschließe. Hier hat niemand etwas zu verlieren und niemand etwas zu gewinnen. Es geht um einen simplen Meinungsaustausch. Als Sie auf Links verwiesen, die Sie aber nicht brachten, dachte ich nicht, dass es um Meinungsäußerungen anderer geht, die genauso denken wie Sie, sondern um „empirische Erkenntnisse“, die auf Vergleichen und Untersuchungen mit einem gewissen wissenschaftlichen Anspruch beruhen. Deshalb bat ich Sie darum. Es war interessant für mich zu lesen, was laut diesen „Studien“ für Ihre Meinung spricht. Mir ist klar, dass es für jede Meinung eine passende „Studie“ gibt, aber da ich Ihre „Studien“ nicht kenne, wollte ich sie kennenlernen. Ich habe auch nicht geglaubt, dass ich sofort meine Meinung ändern werde, sowas passiert nie so schnell, aber ich bin immer daran interessiert zu erfahren, warum „die Gegenseite“ eigentlich so denkt, wie sie denkt. Wie gesagt, soweit ich das bisher gesehen habe, sind das Meinungsäußerungen wie Ihre oder die von warner. In gleicher Weise könnte ich nun sicher dutzende Meinungsäußerungen verlinken von Leuten, die die „Fremdbetreuung“ im Kleinkindalter nicht negativ sehen. Wer hat dann Recht? Wer die meisten Links bringen konnte?!? Dass ich die Nazi-Keule benutze, finde ich nicht, denn „rechtsextrem“ ist für mich nicht gleich „Nazi“, „esoterisch“ schon gar nicht, aber ist für mich ein Zeichen dafür, dass es sich hierbei um eine Minderheitenmeinung handelt. Das ist nicht ausschlaggebend dafür, ob etwas richtig oder falsch ist, aber interessant für die Einordnung ist es schon, denn Sie treten ja z.B. auch so auf, als wenn Sie diejenige sind, die „die Wahrheit“ vertritt und alle anderen irren. Wenn Sie sich selbst auf den gesunden Menschenverstand berufen, sprechen Sie ihn ja de facto anderen ab. Ich sage aber, mit dem gesunden Menschenverstand findet man die Kleinkindbetreuung in Kindergärten und -krippen nicht so negativ wie Sie. Und nun? Nun steht Ihr gesunder Menschenverstand gegen meinen gesunden Menschenverstand.

  14. PS: Ich betone noch einmal, dass ich die Betreuung von Kleinkindern zu Hause von ihren Müttern nicht schlimm finde. Ich habe überhaupt nichts dagegen. Ich finde nur, dass wir (der Staat) diese Mütter dafür nicht „bezahlen“ müssen. Das war MEIN Kritikpunkt! (Und dass sozialschwache und/oder problematische Familien durch die Bezahlung für das Zuhauselassen einen finanziellen Anreiz bekommen, ihr Kind – dem es in diesen Fällen gut täte – nicht in den Kindergarten zu schicken. Für Sie sind das „Kollateralschäden“, Pech gehabt.)

  15. Ach ja, und dann fehlt ja immer noch der Beleg dafür, dass die Kleinkindbetreuung in Kindergärten und Kinderkrippen zu einer höheren Selbstmordrate und mehr Depressionen führt. Zitat (Nathalie): “ Im vielgepriesenen Finnland ist die Selbstmordrate junger Menschen ebenso wie die Kriminalitätsrate eine der höchsten in der Welt. Nicht viel besser sieht es in Schweden aus. Depressionen sind an der Tagesordnung.“

  16. PS: Adhoc finde ich z.B. zum Thema Selbstmorde Folgendes: “ Antwort von Nachteule2000 12.10.2010
    2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Also ich bin zur Hälfte Finnin und man sagt sich, dass der Grund für die erhöhte „depressive Stimmung“ in Finland, die vielen langen dunklen Tage sind.Allerdings ist es wohl ein Gerücht, dass es das Land mit der höchsten Suizidrate ist.Die Anzahl der Selbstmorde ist in den letzten Jahren ziemlich zurück gegangen…“ http://www.gutefrage.net/frage/suizid-in-finnland—suche-hintergruende-quellen-etc-zum-thema

  17. Verstehen Sie nicht, Meinungsäußerungen sind für mich allemal vertrauenswürdiger als Gefälligkeitsgutachten. Außerdem habe ich weitere Links angegeben, für die Sie aber nach eigener Aussage noch keine Zeit fanden.
    Aber wie gesagt, mir war Ihre Reaktion schon im Voraus klar, allerdings hat mich der schäbige Verweis auf die angeblich rechtslastige Quelle des Artikels dann doch negativ überrascht.
    Ansonsten finde ich auch diese Ihre Aufforderun seltsam: „seien Sie doch nicht sauer, wenn ich mich nicht so einfach Ihrer Meinung anschließe. Hier hat niemand etwas zu verlieren und niemand etwas zu gewinnen.“
    Wenn das so ist, dann halten Sie sich doch bitte selbst an Ihre klugen Ratschläge und projezieren Sie eigene Empfindlichkeiten und Verhaltensweisen nicht auf andere.
    Ich schlage vor, wir brechen diesen unerfreulichen Schlagabtausch ab. Bei klexel und wetterfrosch haben Sie ja auch mit einer entsprechenden Rüge zu diesem Schritt aufgefordert. Zeigen Sie also, dass Sie gemäß Ihrer moralischen Ansprüche bereit sind, mit gutem Beispiel voranzugehen.

  18. Ja gut, wir können das gerne beenden. Als Schlagabtausch habe ich das noch gar nicht empfunden. Ich habe einfach Stellung genommen zu dem, was Sie schrieben. Was für Empfindlichkeiten und Verhaltensweisen ich auf andere (Sie) projiziere, verstehe ich gerade nicht. Dass Sie nicht sauer sein sollen, weil Ihre Links mich (bisher) nicht überzeugt haben? Naja, Sie wirkten verägert. Aber was hatten Sie erwartet bzw. da Sie meine Reaktion ja bereits erwarteten, was haben Sie erhofft? Ich finde auch, wir sind noch auf einem sehr sachlichen Niveau. Dass ich mich informiert habe, wessen Geistes Kind die „Zeitenschrift“ ist, finde ich normal. Das ist genauso, wie anderswo auf „kommunistische Hintergründe“ hingewiesen wird. Bei einem Ihrer Links las ich das. Aber wenn Sie nicht mehr mögen, dann ist es ganz einfach. Man antwortet nicht mehr. Dann ist die Diskussion zu Ende (zumindest zwischen uns). Diese Freiheit haben Sie. Ich werde es hinnehmen. Habe ich damit meinen eigenen moralischen Ansprüchen Genüge getan? Aber interessiert hätte mich schon, wie Sie Ihre Behauptung mit den Selbstmorden infolge „Fremdbetreuung“ im Kleinkindalter begründen können, zumal ich einen Gegenbeleg brachte. Jetzt wirkt es so, als könnten Sie das weder stichhaltig begründen noch belegen und wollen sich aus der Affäre ziehen, indem Sie die Beleidigte/Gekränkte mimen. (?)

  19. So, nun habe ich den 1. Link „untersucht“. (Wenn Sie Gefälligkeitsgutachten der einen Seite ablehnen, müssten Sie ja auch Gefälligkeitsgutachten der anderen Seite ablehnen, oder? Wem dann überhaupt glauben? Nur sich selbst?) Leiter des Fachportals für Bildung und seelische Gesundheit ist Dr. med. Rainer Böhm. Über ihn liest man anderswo: „Der Bielefelder Kinderarzt Rainer Böhm darf sich momentan in der Presse mit abenteuerlichen Ausführungen zu den angeblichen Gesundheitsrisiken für Kleinkinder durch Kinderkrippen austoben. Das hat ihm sogar eine Titelstory in der Neuen Westfälischen eingebracht, in der er neben einer kreativen Lesart wissenschaftlicher Studien auch seine Vorstellungen von Ethik und seine Forderung nach der „Herdprämie“ verbreiten kann. Grund genug, sich den Unfug einmal genauer anzusehen. […] Dr. Böhm weiß es also besser: Im erwähnten Positionspapier werden gerade einmal drei Studien angeführt, die eine mögliche Erhöhung des Cortisolspiegels belegen. Das sind Hinweise. Gleichzeitig liest man im selben Papier auch von „vielen“ positiven Indizien. Zwar führt Herr Dr. Böhm an anderer Stelle noch einige andere Belege an – so beispielsweise in einem Artikel für die „Kinderärtzliche Praxis” – allerdings zumeist auch hier wieder nicht für seine Cortisol-These. Und selbst er muss hier die eigentlich „geringen” negativen Effekte anerkennen – die er freilich wegzudiskutieren versucht. Die positiven Folgen, die in einer von ihm hauptsächlich angeführten Studie des amerikanischen National Institute of Child Health and Development ebenfalls beobachtet werden konnten, verschweigt Herr Dr. Böhm selbstverständlich völlig. Seriöse Wissenschaft sieht anders aus.

    Als sei dies noch nicht genug, hat Herr Dr. Böhm sich nun entschieden die negativ ausfallenden Studien zur Cortisolausschüttung– die noch dazu für sehr spezifische Fälle gelten und nicht verallgemeinert werden können – zu „Beweisen“ zu verklären und andere positive, die er nachweislich kennt, einfach zu ignorieren. Dass Krippen immer und grundsätzlich zu einer steten Ausschüttung von Cortisol führen, behauptet dabei eigentlich niemand – außer Böhm, der selbst gar keine eigenen Forschungen zum Thema vorweisen kann. …“ DAS sind Ihre Belege!?!

  20. Einfach nur Schluss machen mit weiteren Selbstrechtfertigungen, Rechthabereien und Sticheleien, ist das, was ich mir wünsche. Und das sollte doch beiderseits machbar sein.

  21. Naja, wie gesagt, man muss doch einfach nur schweigen, dann hört es auf. Aber wenn Sie mir z.B. Selbstrechtfertigungen, Rechthabereien und Sticheleien vorwerfen, müssen Sie doch damit rechnen, dass ich reagiere. Aktion und Reaktion. Meiner Erfahrung werfen immer die anderen Rechthaberei vor, die sich selbst im Recht fühlen (und sich ärgern, dass der oder die andere das nicht endlich einsehen). So, jetzt will ich mal ein Smily/Smiley ausprobieren, will nur sehen, ob das hier auch funktioniert. (y)

  22. Ahh, nein, das Daumen-hoch-Zeichen funktioniert hier nicht. 🙁

  23. Bemerkenswert:
    7 Wortmeldungen im Gerangel Miteinander von einer Seite und 15 von der anderen. Dazu die Belehrung „man muss doch einfach nur schweigen, dann hört es auf.“

  24. @warner: Zustimmung !! Was für ein Geschwurbel und Geschwafel, ohne direkt auf den Ausgangsbeitrag einzugehen.
    Sind wir jetzt schlauer als ohne diese 24 Kommentare? @sofawolf: Gehts nicht auch mal ein bisschen kürzer und klarer?

  25. Ich habe angefangen, mir die Links von Nathalie anzusehen. Aber schon beim 2. Link (Griesinger-Institut) habe ich aufgehört. Dort hat sich ein Dr. Flöttmann geäußert. Zu diesem Herrn habe ich bei WIKI folgendes gefunden:— „In einem Interview mit der Jungen Freiheit 2006, sagte Flöttmann: „Der virulente Feminismus, der übertriebene Konsum und der narzißtische Individualismus bewirken kinderfeindliche Lebensformen bei Mann und Frau“ und dass „die massive, kollektive und depressive Selbstabwertung des deutschen Nationalgefühls die Fruchtbarkeit der Deutschen beeinträchtigt.“ Flöttmann zufolge läge den zumeist kinderlosen Feministen das Wohl des Kindes zu keiner Zeit am Herzen.“ —- Noch Fragen??? Das ist ja unerträglich.

    • Was halten Sie denn vom unten angegebenen Link? Er führt zur FAZ, die ja wohl nicht verdächtig ist. Ich teile Nathalies Meinung über seelische Schäden kleinster Kinder durch eine institutionelle Krippenbetreuung. Nicht umsonst habe ich mich dazu entschlossen, meine Kinder in den ersten Lebensjahren selbst zu erziehen. Für meine Überzeugung bin ich auch bereit, Nachteile in Kauf zu nehmen wie die Unterbrechung des Berufslebens, Verdienstausfall oder Ausfallzeit in der Rentenberechnung. Für diese meine Entscheidung braucht mich auch niemand zu bedauern. Ich will es ja so.
      Was mich jedoch gewaltig stört, ist das zunehmend öffentlich gepflegte Bild, Mütter wie ich seien von vorgestern, etwas dümmlich und fühlten sich nur am Herd wohl. Diesbezüglich hadere ich auch mit dem Feminismus, dessen VertreterInnen uns Hausfrauen insofern im Stich lassen, als sie sich ausschließlich um die Interessen von „Karrierefrauen“ kümmern, so als gehörten wir selbsterziehenden Mütter nicht auch zum weiblichen Geschlecht. Oder können Sie mir eine einzige Feministin nennen, die sich stark macht für die Belange der Frauen, die aus Überzeugung für einige Jahre zu Hause bleiben? Mir würde ja schon genügen, dass unser Lebensmodell respektiert und nicht schlecht bzw. lächerlich gemacht wird.

      http://www.fachportal-bildung-und-seelische-gesundheit.de/FAZ-2012-04-04-Die-dunkle-Seite-der-Kindheit_Essay-Boehm.PDF

      Und diesen von Nathalie empfohlenen Lesestoff finde ich auch hochinteressant. Mich stört nicht im Geringsten, dass er ein persönliches Meinungsbild darstellt.
      http://www.familie-ist-zukunft.de/alte_seiten/Gustafson.htm

      • @mutter: Zu diesem Dr. Böhm und seinen „Untersuchungen“ hat sich sofawolf weiter oben schon ziemlich ausführlich ausgelassen. Dem ist wohl nichts hinzuzufügen, auch wenn das Essay in der FAZ steht.

      • @mutter: Zitat aus dem Link: familie-ist-zukunft: „Die Myrdals hatten eine bestürzende Ansicht sowohl von der Familie als auch von der Mutter, die keiner außerhäuslichen Tätigkeit nachging und sich ganz der Erziehung ihrer Kinder widmete. In ihrem Buch „Krisen in der Bevölkerungsfrage“ schrieb sie: „Für schwache, dumme, faule, nicht ehrgeizige oder andere weniger intelligente Individuen (hiermit sind die nicht berufstätigen Mütter gemeint, die sich zuhause um ihre Kinder kümmern, Anm. d. Red.) ist es noch möglich, weiter in der häuslichen Atmosphäre zu bleiben und ihren Weg sowohl als Hausfrauen und Dienerinnen zu gehen. Und am Ende die Prostitution, für die sie als Dienerinnen immer zur Verfügung stehen.“ — Solch einen Schwachsinn kann man doch nicht ernsthaft als Diskussionsgrundlage ansehen.

  26. @warner, das ist schon klar, dass Sie sowas schreiben müssen, denn meine Beiträge sind ja auch nicht in Ihrem Sinne. Ein bisschen albern finde ich es, sich darüber zu mokieren, dass es so viele sind. Ich habe sie aufgeteilt, damit ein einzelner nicht so lang wird. Nun schreiben Sie, dass viel geschrieben wurde, aber nichts zum Thema (ich vereinfache und übertreibe), aber wo bleibt Ihr Nachweis, dass die Behauptung, die hohe Selbstmordrate in Finnland stehe im Zusammenhang mit der „Fremdbetreuung“ im Kleinkindalter. Sie haben das ja ebenfalls indirekt unterstützt und einen Link gebracht, der das gar nicht „beweist“. Wie gesagt, wenn jemand eine Diskussion nicht fortführen möchte, ist es sein gutes Recht auszusteigen. Das ist immer noch die wirksamste Methode. Ein bisschen anmaßend finde ich es, mich aufzufordern, nicht mehr zu schreiben, aber dann immer noch „eins drauf zu setzen“. Dann muss man auch mit einer Reaktion rechnen! Wenn Nathalie nicht mehr mitmacht, ist es ok, muss sie ja nicht, aber warum soll ich dann Ihnen und ggf. anderen nicht mehr antworten. Das ist absurd. Bisher fand ich unseren Meinungsaustausch immer noch relativ sachlich (ohne Beleidigungen). Ich habe mich mit Ihren Argumenten auseinandergesetzt, wenn auch nicht in Ihrem Sinne, aber ich habe Sie und Nathalie persönlich nicht beleidigt. Dass ich Ihnen nicht zustimme, widerspreche, Ihre Links näher untersuche, zurückweise usw., müssen Sie schon aushalten. Sie können nicht erwarten, dass man Ihnen einfach zustimmt oder den Mund hält. Aber wenn Sie nicht mehr diskutieren mögen, ok, dann hören Sie auf. So einfach ist das. Und – ich sage es noch einmal – das ist Ihr gutes Recht, aber wenn Sie sich das Recht nehmen, darauf wieder zu antworten, dann nehme auch mir evtl. das Recht, darauf wieder zu antworten. Punkt.

  27. mehrnachdenken

    Auch wenn dieser Beitrag von Norbert Blüm in der Süddeutschen Zeitung das „Betreuungsgeld“ nur streift, könnte er dennoch etwas nachdenklich stimmen.

    http://www.sueddeutsche.de/politik/ehe-und-familie-von-der-liebe-bleibt-der-moderne-mensch-verschont-1.1666123-3

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