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Grundschüler mit Insektengift besprüht

DORSTEN. Weil sie sich während eines Hubschraubereinsatzes zur Schädlingsbekämpfung auf dem Schulhof befanden sind 200 Kinder in Dorsten mit einem Insektengift besprüht worden. 15 von Ihnen mussten danach mit Augenreizungen ins Krankenhaus. Wegen des Wetters war der Einsatz durch die Stadt Dorsten um einen Tag verlegt worden.

Bei einem Hubschrauber-Einsatz im Kampf gegen Eichenprozessionsspinner sind am Freitag in Dorsten über 200 Kinder mit Insektengift besprüht worden. Nach Angaben eines Feuerwehrsprechers mussten mindestens 15 Schüler einer Grundschule in Krankenhäusern behandelt werden. Sie litten unter Augen- und Hautreizungen. Alle betroffenen Schüler, die sich bei dem Hubschrauber-Einsatz auf dem Schulhof aufhielten, wurden in der Sporthalle der Schule betreut und mussten abgeduscht werden.

Eichenprozessionsspinner-Warnschild

Die Ursache der Hautreizungen ist noch unklar – die Polizei ermittelt. Foto: Wusel007 / Wikimedia Commons (CC-BY-SA-3.0)

Nach Aussage der Polizei in Recklinghausen ist das Spritzmittel für Menschen unschädlich. Reizungen der Haut könnten aber nicht ausgeschlossen werden. Die Stadt hatte zwar über die Aktion im Kampf gegen die Eichenprozessionsspinner-Raupen informiert und die Bevölkerung aufgefordert, bei den Hubschrauber-Einsätzen nicht ins Freie zu gehen. Nach Informationen aus Stadtkreisen wurde der Hubschrauberflug allerdings wegen des Wetters von Donnerstag auf Freitag verlegt. Auf der Internetseite der Stadt war der Einsatz für Donnerstag zwischen 7.30 und 13.30 Uhr angekündigt.

Die Stadt Dorsten am Freitag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Die Polizei in Recklinghausen hat Ermittlungen aufgenommen. Es bestehe der Verdacht auf fahrlässige gefährliche Körperverletzung, sagte ein Sprecher. Ob die Reizungen bei den Schülern durch das Insektengift oder durch vom Hubschrauber aufgewirbelte Härchen der Spinnerraupe stammten, konnte die Polizei am Freitag noch nicht sagen.(dpa)

(24.05.2013)

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