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Hessen: Keine Rückkehr zu G9 für jetzige Klassen fünf und sechs

WIESBADEN. CDU und FDP in Hessen lehnen eine Rückkehr zur längeren Gymnasialzeit G9 für die bereits laufenden fünften und sechsten Klassen ab. Rückwirkende Organisationsänderungen seien rechtlich nicht möglich, selbst wenn ein Gymnasium insgesamt wieder G9 einführen wolle, sagte der schulpolitische CDU-Sprecher Günter Schork in Wiesbaden.

Die Landesregierung hat den Schulen freigestellt, statt der umstrittenen verkürzten Gymnasialzeit G8 wieder ein Jahr länger bis zum Abitur zu unterrichten. Bislang haben sich 39 Schulen dafür entschieden, 11 weitere wollen in einem Modellversuch G8 und G9 parallel anbieten. Die Eltern in Hessen wünschten «mit überwältigender Mehrheit» wieder G9, erklärte der Landeselternbeirat in Wiesbaden. Leider gebe es in Wiesbaden, Darmstadt, Kassel, Offenbach, Rüsselsheim und den Kreisen Hochtaunus und Groß-Gerau kein G9-Angebot – dort sollte es eingerichtet werden. Ebenso forderte der Beirat in einer Resolution, auch den bereits eingerichteten fünften und sechsten G8-Klassen noch einen Wechsel zu ermöglichen.

Die hessische SPD will im Falle eines Wahlsiegs die Schulzeitverkürzung rückgängig machen, deshalb unterstützte die Fraktion den Landeselternbeirat. «Weder eine flächendeckende G9-Zwangsbeglückung noch die vermurkste Wahlfreiheit der jetzigen Landesregierung bieten das Angebot, dass unsere Kinder brauchen», erklärten die Grünen. Nötig sei echte Wahlfreiheit. dpa

(14.5.2013)

Zum Bericht: 2Gegen G8: Freie Wähler starten Volksbegehren in Bayern“

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