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Jetzt doch: Strafanzeige gegen Hochstaplerin im Schuldienst

KIEL. Der Fall einer falschen Lehrerin an einem Gymnasium im schleswig-holsteinischen Mölln hat jetzt doch ein juristisches Nachspiel. Die Kieler Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verdachts der Urkundenfälschung und Betrugs. Das Bildungsministerium, das zunächst keine Anzeige hatte stellen wollen, fordert zudem das Gehalt der vergangenen Jahre zurück.

Das Ministerium werfe der Frau vor, sich mit gefälschten Staatsexamina eine Stelle als Deutsch- und Wirtschaft/Politik-Lehrerin an einem Gymnasium erschlichen zu haben, sagte die Kieler Oberstaatsanwältin Birgit Heß. Die Frau unterrichtete seit 2008 am Möllner Marion-Dönhoff- Gymnasium, letztmals Ende vergangenen Jahres. Dem neuen Schulleiter war die Diskrepanz zwischen ihren guten Examensnoten und dem Auftreten an der Schule aufgefallen. «Die Performance war ganz anders als die Bewertung», sagte Bildungsministeriums-Sprecher Thomas Schunck. Im Februar wurde ihr schließlich der Beamtenstatus entzogen.

Außerdem fordert das Ministerium nun das Gehalt der vergangenen vier Jahre zurück. Dabei dürfte es um einen Betrag in der Größenordnung von rund 200.000 Euro gehen. dpa

(2.5.2013)

Zum Bericht: „Falsche Deutschlehrerin unterrichtet vier Jahre an einem Gymnasium

Ein Kommentar

  1. Einen Teil des Geldes könnte man auch von den unfähigen Beamten zurückholen, die in der Probezeit nichts merkten und die Frau fest anstellten.

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