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Lehrer sind häufiger krank als früher

HANNOVER. Niedersachsens Lehrer sind laut einer Befragung des Landesrechnungshofs häufiger krank als früher. Im Jahr 2011 habe an den Gesamtschulen im Land jeder Lehrer durchschnittlich 10,1 Tage gefehlt, geht aus der Befragung hervor, über die am Freitag die «Hannoversche Allgemeine Zeitung» berichtete. Für alle Schultypen seien die Daten zuletzt im Jahr 2001 erhoben worden, damals habe jeder Lehrer im Schnitt 9,3 Tage wegen Krankheit gefehlt.

Der Rechnungshof bemängelte, entgegen der Ankündigungen der Landesregierung sei bisher zu wenig gegen den steigenden Krankenstand unternommen worden. Das kritisierte auch der Philologenverband.
Verbandsvorsitzender Horst Audritz erklärte, den Lehrern seien in den vergangenen Jahren ständig neue Aufgaben und viel bürokratischer Zusatzaufwand aufgebürdet worden. Dies habe zu «geradezu unerträglichen Arbeitsbelastungen» außerhalb des Unterrichts geführt. Die Folge seien der steigende Krankenstand und die Zunahme von Burnout-Fällen bei Lehrern.

Die Sprecherin des Kultusministeriums sagte, es sei fragwürdig, auf der Basis einer Befragung allein an den Gesamtschulen auf den kompletten Krankenstand der Lehrer zu schließen. Die Regierung nehme das Problem aber trotzdem ernst, deswegen sei im Kultusministerium ein neuer Bereich für Arbeitsschutz eingerichtet worden. «Der Sachverhalt, auf den der Rechnungshof hinweist, ist eine weitere Baustelle, die uns die Vorgängerregierung hinterlassen hat», sagte die Ministeriumssprecherin. dpa

 

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