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Lehrerverband protestiert gegen “Heulsusen”-Vergleich

STUTTGART. Der «Heulsusen»-Vorwurf von SPD-Fraktionschef Claus Schmiedel, News4teachers.de berichtete, an die Adresse der Lehrerverbände provoziert erwartungsgemäß Widerstand. Der Philologenverband Baden-Württemberg wies die Wortwahl am Freitag als ungerechtfertigten, «nicht hinnehmbaren» Rundumschlag zurück. Indirekt beleidige Schmiedel damit Zehntausende von Lehrern.

Ganze Lehrerkollegien protestierten inzwischen vielerorts gegen die Kürzungspolitik der grün-roten Landesregierung. Die vom Philologenverband kritisierte Benachteiligung insbesondere der Gymnasien und deren Lehrkräfte beruhe auf Tatsachen. «Lehrer-Bashing» helfe da nicht weiter, heißt es in der Mitteilung.

Schmiedel hatte angesichts sinkender Umfragewerte seiner Partei Lehrerverbände für ihren Umgang mit der grün-roten Bildungspolitik attackiert. Sie führten sich teilweise wie «Heulsusen» auf. dpa

(24.5.2013)

Ein Kommentar

  1. PseudoPolitiker

    Na, so etwas, da protestieren nicht nur Verbände, sondern auch Kollegien. Warum schlucken die Lehrer denn diesmal nicht, dass es immer nur um eine fortschrittliche, chancengleiche und sozial gerechte Schulpolitik geht, bei der kein Kind zurückbleiben darf?
    Gleicher Mangel für alle ist nun mal höchst gerecht, auch wenn die ewig Gestrigen das nicht einsehen wollen. Das sollten vor allem die arroganten Gymnasiallehrer endlich mal anerkennen. Sie und ihre Schüler waren immer privilegiert, darum sind Sonderopfer bei dieser unzeitgemäßen und leider noch immer existierenden Schulform mehr als überfällig.
    Moderne Bildung ist keine Frage von Wissen und Können der Schüler, sondern von Ethik und Moral. Und diese besagt, dass alle Menschen gleich sind und die Schule aufgerufen ist, Unterschiede in der Leistungsfähigkeit zu eliminieren anstatt zu respektieren.
    Für dieses Ziel wurde schon vieles getan: Inflationierung von Zensuren, Senkung der Leistungsansprüche und entsprechende Anhebung der Quoten von Schulabschlüssen, insbesondere denen des Abiturs. Aber genügt das für absoute soziale Gerechtigkeit? In einer modernen und fortschrittlichen Welt dürfen wir sie auf keinen Fall aus dem Auge verlieren.

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