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Nordrhein-Westfalen: Eine Million Euro für Mittagessen armer Kinder

DÜSSELDORF. Die nordrhein-westfälische Landesregierung stellt für die Kindergarten- und Schulverpflegung armer Kinder eine Million Euro zur Verfügung. Das beschloss das Kabinett in Düsseldorf. Damit werde der 2011 aufgelegte Härtefallfonds «Alle Kinder essen mit» um ein weiteres Jahr verlängert, teilte NRW-Sozialminister Guntram Schneider (SPD) mit.

Das Geld solle Kindern zugutekommen, die vom Bildungs- und Teilhabepaket der Bundesregierung ausgeschlossen blieben. Dazu zählten Kinder von Asylbewerbern, aber auch Alleinerziehende, die die Einkommensgrenzen geringfügig überschreiten oder Familien in einer Privatinsolvenz.

«Wir unterstützen Kinder, die der Bund vom Mittagessen ausgeschlossen hat», betonte Schneider. Aus dem Paket werden Familien, die Sozialleistungen erhalten, unterstützt. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts erhielten zwar inzwischen auch die meisten Kinder von Asylbewerbern die Leistungen, erläuterte der Minister. «Aber immer noch werden rund 1600 Kinder in NRW nicht vom Bildungs- und Teilhabepaket abgedeckt – gegenüber rund 5500 Kindern im Vorjahr.» Die Entscheidung über Leistungen aus dem Härtefallfonds des Landes treffen die kommunalen Stellen. Sie liegen bei etwa zwei bis drei Euro pro Kind und Tag. dpa

(14.5.2013)

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