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Steinbrück setzt auf Bildung und kommentiert Sparpläne nicht

MAGDEBURG. Mit Bildung gegen den Bevölkerungsrückgang – damit geht SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück in Sachsen-Anhalt auf Wahlkampftour. Die Sparpläne seines Parteikollegen Bullerjahn klammert er aus.

Sparen ist Ländersache: SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. (Foto: Dirk Vorderstraße/Flickr CC BY 2.0)

Sparen ist Ländersache: SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. (Foto: Dirk Vorderstraße/Flickr CC BY 2.0)

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will im Kampf gegen den Bevölkerungsrückgang in ländlichen Regionen auf Bildung setzen. Es müsse ermöglicht werden, dass die Menschen qualifizierte Abschlüsse machten, sagte Steinbrück bei einem Besuch in Magdeburg. Die in der SPD des Landes umstrittenen Einsparpläne an den Hochschulen wollte Steinbrück allerdings nicht kommentieren. «Das ist eine Sache, die vor Ort entschieden werden muss», sagte Steinbrück.

Er habe mit Landesfinanzminister Jens Bullerjahn (SPD) nicht über dessen Vorschlag einer Zusammenlegung von Unikliniken gesprochen. Er selbst habe aber vor Jahren an der Zusammenlegung der Universitäten Duisburg und Essen mitgewirkt, sagte Steinbrück.  Bei einem anschließenden Besuch in Nienburg im Salzlandkreis sagte er, auch die berufliche Ausbildung müsse gestärkt werden. «Nicht die ganze Gesellschaft muss akademisiert werden», sagte er in einer kleinen Diskussionsrunde mit Kommunalpolitikern und Bürgern.

Bei seiner 14. Länderreise besuchte Steinbrück in Nienburg unter anderem eine rund 1000 Jahre alte Schlosskirche, die im 19. Jahrhundert aufgegeben worden war und auf deren Areal dann eine Malzfabrik gebaut worden war. Mit Geld der EU sei die Fabrik in den vergangenen Jahren abgetragen worden, erläuterte Architekt Heinfried Stuve. Steinbrück nannte das Projekt «toll», «weil das der Stadt Identität gibt.» Entgegen der Planung besichtigte Steinbrück auch den Magdeburger Dom und schaute sich dort das Grab von Kaiser Otto I. an, der als Begründer des modernen Europas gilt. Auf dem Weg von der SPD-Parteizentrale zum Dom kam er auch an der Staatskanzlei vorbei – und grüßte dort unter anderem Finanzminister Bullerjahn. dpa

(28.5.2013)

Zum Bericht: “Steinbrück irritiert mit Aussagen über getrennten Sportunterricht”

3 Kommentare

  1. Na ja, kommt darauf an, was die SPD unter Bildung versteht. In den vergangenen Jahrzehnten haben sich die von ihr regierten Bundesländer ja nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Die Schülerleistungen zeigten jedenfalls ein erschreckend niedriges Niveau.
    Wenn Steinbrück jetzt auf Bildung setzt und offenbar die Anstrengungen erhöhen will, können aufmerksame Bürger dies auch als Bedrohung auffassen.
    Vermutlich aber werden die meisten nicht weiter nachdenken und die verstärkten Bildungsbemühungen gut finden, egal, wie sie aussehen.

  2. “Auf Bildung setzen” – ein interessanter neuer Ansatz!
    Auf was setzen eigentlich die anderen Parteien?

  3. Gute Frage. Auf diese Mähre setzen gewöhnlich alle. Sie ist inzwischen schon so in die Jahre gekommen, dass sie wegen Reformitis kaum mehr einen Fuß vor den anderen kriegt. Das ist die Stunde weiterer Quacksalber wie Richard David Precht. Mal sehen, welche Partei ihn für sich entdeckt.

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