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Studie: Homosexuelle werden an Schulen noch immer diskriminiert

Schulen sind was die Behandlung Homo-, Bi- und Transsexueller angeht EU-weit alles andere als Horte der Toleranz. Zwei Drittel der Betroffenen verheimlichen daher bis zu ihrem 18 Lebensjahr ihre sexuelle Orientierung. Auch Deutschland reiht sich in das traurige Bild.

Angst, Isolierung, und Diskriminierung sind für viele schwule, lesbische, bi- oder transsexuelle Menschen (LGBT) in Europa noch immer Alltag. Das zeigt eine Umfrage der EU-Menschenrechtsorganisation zum internationalen Tag gegen Homophobie. Gut ein Fünftel Befragten gab an, im letzten Jahr gewalttätig angegriffen oder bedroht worden zu sein. 66 Prozent trauen sich nicht, in der Öffentlichkeit Händchen zu halten.

Homosexuellen-Aktivisten-Fahnen

Homophobie ist trotz aller Initiativen und Kampagnen ein alltägliches Phänomen an Schulen . Foto: Elsie esq. / Flickr (CC BY 2.0)

Die Diskriminierung beginnt dabei schon in der Schule: Im EU-Durchschnitt gaben zwei Drittel der Befragten an, ihre sexuelle Ausrichtung oft oder immer verheimlich zu haben. 9 von 10 berichteten miterlebt zu haben, wie schwule, lesbsiche, bi- oder transsexuelle Mitschüler mit Kommentaren und Beleidigungen verletzt wurden. Jeder fünfte Befragte, der noch eine Schule oder Universität besucht, fühlte sich im letzten Jahr durch Lehrer persönlich diskriminiert.

Für die Studie hatte die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte 93.000 Menschen in der EU und Kroatien befragt. Die deutschen Ergebnisse entsprechen dabei weitgehend dem Durchschnitt. (news4teachers)

(17.05.2013)

Ergebnisübersicht (engl.)

Initiative Schule ohne Homophobie – Schule der Vielfalt

Die Schule ist ein homophober Ort (Forum Schule, Ausg. 2/2012)

Zum Bericht: Schwuler Lehrer gibt nach Druck Bewerbung als Schulleiter auf

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