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Drangsalierungsvorwürfe: Linke fordert unabhängige Kommission

POTSDAM. Eine schnelle und lückenlose Aufklärung der Vorwürfe gegen die Haasenburg-Heime fordert der Landesvorstand der Linken. In einer Untersuchungskommission dürften nicht nur Experten des Schulministeriums sitzen.

Nach Misshandlungsvorwürfen gegen Kinder- und Jugendheime haben die brandenburgischen Linken eine «schnelle und lückenlose» Aufklärung verlangt. Der Landesvorstand forderte nach einer Sitzung die Einsetzung einer unabhängigen Kommission, in der nicht nur Experten des Bildungsministeriums sitzen. Falls sich die Vorwürfe bestätigen sollten, müsse dem Heimbetreiber Hassenburg GmbH sofort die Betriebserlaubnis entzogen werden. Zudem dürften solche Einrichtungen nur durch die öffentliche Hand betrieben werden und nicht durch Private, hieß es.

Die Tageszeitung «taz» hatte unter anderem berichtet, Bewohner der Heime in Jessern, Neuendorf in Unterspreewald (Dahme-Spreewald) und Müncheberg (Märkisch-Oderland) seien bei Verstößen gegen die strengen Regeln mit Gesprächsverbot und Einschlüssen bestraft worden. Bei Fixierungen soll es zu Knochenbrüchen gekommen sein. Die Staatsanwaltschaft Cottbus prüft zwei Strafanzeigen. Betreiber Hassenburg bestreitet die Vorwürfe allerdings.

Koalition und Opposition in Brandenburg streben nun eine Sondersitzung des Bildungsausschusses im Landtag an. Zuvor hatte das Bildungsministerium angekündigt, eine Untersuchungskommission einsetzen zu wollen und eine Hotline für Betroffene eingerichtet. (dpa)

(22.06.2013)

zum Bericht: Landtag untersucht Drangsalierungsvorwürfe in Heimen

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