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Kritik an Mitfinanzierung von Weiterbildungen durch Stiftungen

STUTTGART. Politik und die Bildungsgewerkschaft GEW kritisieren, dass die Landesregierung die Weiterbildung von Gemeinschaftsschullehrern von Stiftungen mitfinanzieren lässt. «Das ist keine Grundlage, um Veränderungen wie die Gemeinschaftsschule auf stabile Füße zu stellen», sagte die GEW-Landesvorsitzende Doro Moritz am Mittwoch. Die finanzielle Unterstützung werde einige Zeit laufen. «Aber dann ist die Stiftung weg – und dann stehen wir da.» Das Land müsse genug Mittel zur Verfügung zu stellen, um Weiterbildungen zu finanzieren.

Die «Schwäbische Zeitung» hatte berichtet, dass unter anderem die Robert-Bosch-Stiftung und die Stiftung Würth die Weiterbildungen von Gemeinschaftsschullehrern mitfinanzierten.

Der Bildungsexperte der FDP-Landtagsfraktion, Timm Kern, sagte, grundsätzlich sei es gut, dass sich Stiftungen im Bildungssektor engagierten. «Sie dürfen aber nicht staatliches Handeln ersetzen.»

Das Kultusministerium wies die Kritik an der finanziellen Unterstützung durch Stiftungen als unverständlich zurück. Das Engagement werde auch als Zeichen dafür gesehen, dass die Bürgergesellschaft Verantwortung für die Bildung übernehme, erklärte das Ministerium. Zudem könnten eigene Finanzmittel geschont werden. Wenn es keine rechtlichen Bedenken gebe, sei ein finanzieller Beitrag der Stiftungen willkommen. Die inhaltlichen Vorgaben für die Weiterbildungen kämen vom Ministerium, «eine lenkende oder steuernde Beeinflussung hat nicht stattgefunden», hieß es. dpa

(13.6.2013)

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