Ministerin Wanka wusste offenbar von umstrittenen Beratervertrag

1

HANNOVER. Korruptionsvorwürfe gegen die Leuphana Universität in Lüneburg holen nach einem Bericht des Magazins «Der Spiegel» nun auch Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU) ein. Aus einem vertraulichen Schreiben an den Haushaltsausschuss vom 4. August 2010 gehe hervor, dass das niedersächsische Wissenschaftsministerium den umstrittenen Beratervertrag mit dem US-Architekten Daniel Libeskind unbedenklich fand, berichtet das Magazin. Wanka war zwischen 2010 und 2013 Wissenschaftsministerin in Niedersachsen und hatte damit die Rechtsaufsicht über die Hochschule.

Johanna Wanka
Johanna Wanka folgt Annette Schavan als Bundesbildungsministerin. (Foto: AxelHH/Wikimedia CC BY 3.0)

In der vergangenen Woche wurde publik, dass das Europäische Amt für Betrugsbekämpfung OLAF nach eingehender Prüfung kritisiert hatte, dass der Auftrag zum Neubau des neuen Hauptgebäudes der Uni ohne Ausschreibung an Libeskind vergeben worden war. 2012 verlängerte die Universität mit dem Architekten einen Beratervertrag in Höhe von 238 000 Euro für den Neubau, obwohl er dort als Professor bereits 50 000 Euro pro Jahr verdiente. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Beratungsleistung durch das Professorenhonorar abgegolten war. dpa

Anzeige


(4.6.2013)

Anzeige


1 KOMMENTAR

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.