Anzeige


Startseite ::: Aus den Verbänden ::: VDR: Mehr Planstellen für Schulen notwendig!

VDR: Mehr Planstellen für Schulen notwendig!

Handlungsdruck auf Landesregierung wächst.

In einem Schreiben an alle Schulen hat die ADD Trier bezüglich der Lehrkräftearbeitszeit nun endlich für Klarheit gesorgt. Die Schulbehörde räumt ein, dass es diesbezüglich gilt, an den Schulen einen Mangel zu verwalten. Die Schulleitung muss darauf achten, dass die Belastung der Lehrkräfte nicht über die im Beamtenrecht festgesetzten Grenzen hinausgeht. Unterrichtsverpflichtung und außerunterrichtliche schulische Tätigkeiten wie Elternberatung, Vorantreiben von Schulentwicklungsprozessen im Team u.a. sind dabei zusammen zu sehen. Vertretungsstunden im Sinne zusätzlicher unbezahlter Mehrarbeit kommen somit nur noch in extremen Ausnahmefällen in Frage.

Langjährige Forderungen der Lehrerverbände und –gewerkschaften nach Entlastung der Lehrkräfte im täglichen Schulalltag werden mit dem ADD-Schreiben umgesetzt. „Nach Abschluss der äußeren Schulstrukturreform muss vor allem im Bereich der Schulart Realschule plus der ‚Innenausbau‘ konsequent und zügig vorangetrieben werden. Die von der Landesregierung vorgenommene Weichenstellung zur Realschule plus und zur Integrierten Gesamtschule hin hat deutlich gezeigt, dass die von Lehrkräften und Eltern eingeleiteten Prozesse zur schulischen Qualitätsentwicklung mehr Zeit erfordern.“ Damit anerkennt VDR-Landesvorsitzender Bernd Karst die ADD-Entscheidung als einen ersten Schritt, dem nun Konsequent der zweite folgen muss: mehr Lehrereinstellungen schon zum neuen Schuljahr.

„Die Umsetzung des ADD-Schreibens wird zu mehr Unterrichtsausfällen führen müssen, wenn keine Kompensationsleistungen des Landes in Form von zusätzlichen Planstellen erfolgen“, so Karst. Das Land habe eine hervorragende Ausgangsposition, auf gut ausgebildete Lehrkräfte zurückgreifen zu können. Diese Chance drohe die Landesregierung zu verspielen, wenn sie jetzt nicht handle. Schon jetzt voraussehbare Unterrichtsausfälle ließen sich im Lauf des Schuljahres kaum mehr mit qualifiziertem Personal beheben, da sich die Lehrkräfte für andere Einsatzorte und Einsatzmöglichkeiten entscheiden würden.

Bei den Bildungsausgaben ist das Land noch immer sehr sparsam. Während in Thüringen 7700 € pro Schüler und Jahr ausgegeben werden, sind es in Rheinland-Pfalz 5500 € (Quelle: destatis.de für 2010).

 

Verband Deutscher Realschullehrer (VDR)
Landesverband Rheinland-Pfalz
Wolfgang Häring
Pressereferent

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.Benötigte Felder sind markiert *

*