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Bayern: Realschullehrer beklagen schlechte Perspektiven für den Nachwuchs

MÜNCHEN. Der Bayerische Realschullehrerverband (brlv) beklagt eine „äußerst angespannte Einstellungssituation an den Realschulen“ im Freistaat.

„Während sich Schüler und Lehrkräfte zu recht auf die wohlverdienten Ferien freuen, stellt sich für viele junge Kolleginnen und Kollegen nach einer sehr guten Ausbildung die Frage nach der beruflichen Zukunft. Derzeit läuft das Einstellungsverfahren an den bayerischen Realschulen auf Hochtouren. Dabei erhalten leider nur die besten des Jahrgangs ein Stellenangebot vom Freistaat. Hinzu kommen zwar noch Beschäftigungsmöglichkeiten bei den über 100 nichtstaatlichen Realschulen in Bayern sowie eine ganze Reihe von Aushilfsverträgen, aber die Unzufriedenheit ist unübersehbar“, so berichtet Anton Huber, Vorsitzender des Bayerischen Realschullehrerverbandes, über die Anstellungssituation an den Realschulen in Bayern. Täglich würden massive Beschwerden von Junglehrern an den Verband herangetragen.

„Seit Jahren ist uns bewusst, dass nach der Aufbauphase zur sechsstufigen Realschule die Beschäftigungsperspektiven geringer werden und das haben wir auch so kommuniziert. Allerdings darf das nicht bedeuten, dass man an den Realschulen keinen Bedarf mehr sieht. Wir benötigen dringend zusätzliche Lehrkräfte, um die Bildungs- und Erziehungsarbeit weiter verbessern zu können. Deshalb mahnen wir jetzt bereits mehr Lehrerstellen für die Realschulen für das Jahr 2014 an. Wir fordern den weiteren Abbau der großen Klassen über 30 Schüler. Alleine dadurch könnten wir mehr als 1.000 jungen Realschullehrkräften eine berufliche Perspektive geben und natürlich brauchen auch Realschüler Intensivierungsstunden und Realschulen den weiteren Ausbau der integrierten Lehrerreserve. Ferner kommen viele weitere Herausforderungen auf die bayerischen Realschulen zu, zum Beispiel der Aufbau der gebundenen Ganztagsschule oder die flächendeckende Umsetzung der Maßnahmen nach dem Konzept Realschule21. Hierfür brauchen wir bestens ausgebildete junge Lehrkräfte. Werden diese nicht auf absehbare Zeit unbefristet eingestellt, geht dem Freistaat dieses Potential verloren, weil sich gerade der gute Lehrernachwuchs anderweitig beruflich orientieren wird“, so erklärte Huber weiter.

Deshalb mische sich in den Dank an die Lehrkräfte für das große Engagement und an die Realschüler für die besonders guten Leistungen im Schuljahr 2012/13, verbunden mit dem Wunsch für erholsame Ferien auch die Botschaft an die Politik, „in der kommenden Wahlperiode im Bildungsbereich weiterhin die Priorität zu setzen und für den besten qualifizierten Realschul-Lehrernachwuchs berufliche Perspektiven zu eröffnen“.

 

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