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Etwas weniger Erstklässler mit Gewichts- und Sprachproblemen

BERLIN. Bei der Einschulung haben vor allem Grundschüler aus einfachen Verhältnissen und aus Familien mit ausländischen Wurzeln Probleme mit Übergewicht und mangelnden Deutschkenntnissen. Allerdings sei die Entwicklung seit 2005 «tendenziell positiv», sagte Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) in Berlin bei der Präsentation der Einschulungsdaten von 2012. Untersucht wurden rund 28.200 Berliner Kinder, die jetzt in die erste Klasse gehen.

Demnach hatten nur etwa zwei Drittel der Kinder mit ausländischen Wurzeln gute oder sehr gute Deutschkenntnisse. 2005 konnten diese allerdings nur bei etwa jedem zweiten Kind festgestellt werden. Rund zehn Prozent der Mädchen und Jungen waren übergewichtig oder fettleibig – zwei Prozent weniger als 2005. Kinder aus Familien mit geringem Bildungsgrad sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Kinder aus der Mittel- und Oberschicht. Dies gilt auch für Kinder aus ausländischen Familien im Gegensatz zu Kindern deutscher Herkunft.

Czaja warb erneut für einen Kita-Besuch. Dieser wirke sich sehr positiv auf die Sprachkenntnisse aus, betonte er. So hätte zum Beispiel die Hälfte aller ausländischen Kinder ohne Kita-Besuch keine oder kaum Deutsch-Kenntnisse. Mädchen und Jungen, die mehr als zwei Jahre Zeit hatten, die fremde Sprache zu lernen, stünden wesentlich besser da. Nur drei Prozent von ihnen könnten hinterher immer noch nicht richtig deutsch sprechen. In Berlin haben inzwischen vier von zehn Erstklässlern ausländische Wurzeln. 2005 waren es noch drei von zehn. dpa

Zum Bericht: „Immer mehr Kinder  mit Sprachstörungen beim Schulstart“

 

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