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GEW will gesetzlichen Anspruch auf Ganztagsbetreuung für Schüler

BERLIN. Nach der Kinderartenzeit beginnt für Eltern oft eine problematische Zeit, was die Nachmittagsbetreuung ihrer Sprösslinge angeht. Aus verschiedenen Parteien kommen daher Forderungen nach einer verstärkten Nachmittagsbetreuung für Schüler. Auch die GEW will Eltern ein gesetzliches Recht auf Ganztagsbetreuung von Schulkindern einräumen.

Mit der Kita-Garantie für unter Dreijährige zum 1. August wird auch der Ruf nach einer Ganztagsbetreuung für Schüler lauter – und zwar über Parteigrenzen hinweg. Nicht nur die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft will den Anspruch darauf gesetzlich fixiert sehen.

leerer Klassenraum

Eltern haben einen Anspruch auf einen Kita-Platz, danach entsteht oft eine Nachmittagsbetreuungslücke: Viele Klassen bleiben am Nachmittag leer. Foto: Silvmedia/Flickr (CC BY 2.0)

Nach Meinung der Gewerkschaft  sollen Eltern umgehend einen Rechtsanspruch auf die Betreuung ihrer Kinder von 7.30 Uhr bis 16 Uhr erhalten. «Die Politik muss jetzt einsteigen», sagte Norbert Hocke vom GEW-Bundesvorstand dem Berliner «Tagesspiegel». Das Thema soll nach der Bundestagswahl mit den Ländern diskutiert werden, sagte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU).

Eine neue, vom Bundesfamilienministerium finanzierte Studie bewertet die Qualität der Kindertagesbetreuung nur als mittelmäßig. Den Krippen und Kindergärten gelingt es laut «Spiegel» nicht, die Chancengleichheit zu erhöhen und unterprivilegierten Schichten zu helfen. Die Wissenschaftler um den Berliner Frühpädagogen Wolfgang Tietze hätten nur 3 Prozent der Krippen für gut befunden, 85 Prozent für mittelmäßig und 12 Prozent für schlecht. (dpa)

Zum Bericht: Parteiübergreifend fordern Politiker mehr Ganztagsbetreuung für Schüler

8 Kommentare

  1. “Gesetzlicher Ganztagsbetreuungsanspruch für Kinder”? Dass ich nicht lache. Kinder hätten bestimmt lieber, dass mittags Schluss ist mit Schule.

    • Welcher Politiker denkt denn schon an die Kinder? Würden sie das tun, sähen unsere Schulen anders aus. Keine verdreckten Toiletten, keine zugigen Fenster usw.

  2. Den einzigen Sinn, den ich in den Ganztagsschulen sehen kann, ist, dass die Kinder länger unter Aufsicht sind und daher arbeitende Eltern wahrscheinlich beruhigter. Bis Klasse 6, mindestens aber bis Klasse 4 finde ich das angebracht. Danach nicht mehr. Das Leben der Kinder soll nicht nur aus Schule bestehen!

  3. PS: Vielleicht wäre es wirklich gut, erst einmal unsere Schulen zu sanieren und auch sonst eine angenehme Lern- und Arbeitsatmosphäre herzustellen (wozu ich neben sauberen Toiletten auch kleinere Klassen rechne), bevor Geld dafür ausgegeben wird, die Schüler in maroden Gebäuden mit schmutzigen Toiletten und Monsterklassen noch länger “festzuhalten” als bisher.

    • Wenn denn Ganztagsschule, stimme ich Frau Prasuhn 100-prozentig zu, die an anderer Stelle zum Ausdruck gebracht hat, dass diese gegen die Natur des Kindes gerichtete Schulform von älteren Schülern leichter zu ertragen ist als von jüngeren.
      Mein 13-jähriger Sohn könnte den ganzen Tag lang Schule besser wegstecken als mein 7-jähriger. Da bin ich mir sicher.
      Wenn Lehrer, was das Alter anbetrifft, umgekehrt argumentiern, werde ich misstrauisch und vermute, dass sie entweder zu verkopft sind und darum die Sache so betrachten oder dass sie selbst an einer Ganztagsgrundschule arbeiten und wegen der Lehrerstellen kein Interesse an der Vorstellung haben, diese würde zur Halbtagsschule.

  4. @ Mutter, wie ich ja oben schrieb, sehe ich als das einzig Positive an der Ganztagsschule für arbeitende Eltern den Umstand, dass sie wissen, dass ihr Kind auch nachmittags noch betreut ist. Das bedeutet, das ist nicht meine Position, sondern eine, die ich noch verstehen und nachvollziehen kann. Bei jüngeren Kindern stimme ich eher zu, dass es nicht unbedingt gut ist, wenn sie nach einer Halbtagsschule zu Hause alleine sind, bis die Eltern von der Arbeit kommen. Bei älteren Kindern sehe ich dahingehend kein Problem. (Ansonsten lassen Sie doch bitte Ihre Unterstellungen und fragen Sie einfach nach oder argumentieren Sie halt dagegen und warten ab, was die andere Seite dann dazu sagt.)

    • Sie haben Recht, ich war Ihnen gegenüber durch Unterstellungen unfair. Ich hoffe, Sie können mir verzeihen.
      Beim Thema Krippen- oder Ganztagsbetreuung gehen bei mir immer wieder die Gäule durch, weil mir die Kinder leid tun, besonders die kleinen und allerkleinsten.
      Ich finde auch, dass die Erwachsenen zu sehr nach ihren Wünschen gehen, wenn sie die Kinder über Gebühr Masseneinrichtungen aussetzen. Es gibt Frauen, die nicht unbedingt arbeiten müssten, zumindest nicht ganztags, es aber dennoch tun. Die schieben das Wohl der Kinder dann gern zur Seite und glauben liebend gern das, was die wirtschaftsinteressierte Politik samt Medien ihnen weismachen, dass z. B. eine Krippenerziehung der unter Dreijährigen geradezu das Gelbe vom Ei sei. In Wahrheit ist sie ein Trauma. Jedenfalls bin ich davon überzeugt.

  5. berufstätige Mutter

    Als berufstätige (nicht Vollzeit) Mutter möcht ich dazu nur sagen, dass für mich insbesondere die Betreuung vor Unterrichtsbeginn wichtig wäre. Ich gehe bewußt nicht Vollzeit arbeiten, da ich gerne nachmittags auch noch Zeit mit meinem Kind verbringen möchte. Andererseits sind wir auf meinen Vedienst mit angewiesen. Mal ganz davon abgesehen, das für die ein oder ander Mutter der Beruf nach langen Ausbildungswegen, auch etwas mit Spaß zu tun hat und das7die Kinder nicht die einizge Erfüllung sind.
    Im Kindergarten klappt alles wunderbar, kommt mein Kind nächstes Jahr in die Schule wird es problematisch, da Schulbeginn nach meinem Arbeitsbeginn ist. Lösung ? Ich möchte meine Tochter ungern ewig allein vor der Schule warten lassen. Warum sind hier für Berufstätige keine flexibleren Betreuungsleistungen möglich? Man kann seine Arbeitszieten je nach BEruf nunmal nicht flexibel gestalten. Und es geht mit sicher nicht darum, mein Kind in den ganzen Tag in die Betreuung “abzuschieben”.

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