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Alevitischer Religionsunterricht startet in Rheinland-Pfalz

MAINZ. Erstmals in Rheinland-Pfalz wird islamischer Religionsunterricht auch für Kinder der Glaubensrichtung der Aleviten angeboten. Mit Beginn des neuen Schuljahrs in dieser Woche erteile ihn ein alevitischer Lehrer an einer Grundschule in Alzey, teilte das Bildungsministerium in Mainz mit.

«Der Ausbau des islamischen Religionsunterrichts, den wir bislang immer in enger Abstimmung mit den Schulen sowie den Vertreterinnen und Vertretern der muslimischen Elternschaft vorangetrieben haben, ist ein wichtiger Baustein zu einer besseren Integration», sagte Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD).

Die heilige Schrift des Islam: Der Koran Foto; Suzanne Chapman / flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Die heilige Schrift des Islam: Der Koran; Foto: Suzanne Chapman / flickr (CC BY-NC-SA 2.0)

Bislang gibt es auf Basis eines landesweiten Lehrplans allgemeinen islamischen Religionsunterricht an einer anderen Grundschule in Alzey sowie an je einer Grundschule in Mainz, Ludwigshafen und Worms. Hinzu kommen laut Bildungsministerium sieben weiterführende Schulen in Ludwigshafen. dpa

Ein Kommentar

  1. Falsch: Wer integrieren möchte, sollte nicht die Trennung auch noch in der Schule durch Separierung „ausbauen“, sondern den Religionsunterricht durch einen verbindenden Ethikunterricht ersetzen. Dieser zeigt Gemeinsamkeiten zwischen Christen und Moslems (und Juden) auf: die Menschlichkeit mit ihren menschlichen Werten. Wir brauchen keine Religion als Rechtfertigung für ein ethisches Gebäude, da reichen 3000 Jahre Philosophiegeschichte aus.

    Also bitte: Nur weil man nicht den Mumm hat, den Religionsunterricht in Frage zu stellen, so sollte man doch allenfalls die notwendige Gleichbehandlung als Grund für islamischen Unterricht anführen, nicht aber irgendeinen daher geredeten Integrationsgedanken.


    Tom Jork (www.lehrerstuhl.de)

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