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Beamtenbund stellt sich gegen Warnstreiks angestellter Lehrer

BERLIN. Obwohl sogar Verdi-Chef Bsirske sich zur Teilnahme an der Kundgebung angekündigt hat, wollen die im Beamtenbund organisierten Berliner Lehrer Warnstreiks ihrer angestellten Kollegen nicht mittragen. Der Ausstand am Mittwoch und Donnerstag könne für die Lehrer-Bezahlung sogar negative Folgen haben, warnte die Vorsitzende des Philologenverbands Berlin/Brandenburg, Kathrin Wiencek.

Soll in Berlin als Redner auftreten: Verdi-Chef Frank Bsirske. Foto: Tobias M. Eckric / Wikimedia Commons (CC BY 3.0)

Soll in Berlin als Redner auftreten: Verdi-Chef Frank Bsirske. Foto: Tobias M. Eckric / Wikimedia Commons (CC BY 3.0)

«Wenn Berlin jetzt extra verhandelt, könnte das Land aus der Tarifgemeinschaft der Länder ausgeschlossen werden», warnte Wiencek. Dann könne Berlin die Lehrer wieder nach Kassenlage entlohnen. Gleiche Bedingungen für alle Lehrer gebe es nur durch Verbeamtung.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die angestellten Pädagogen erneut zu Warnstreiks aufgerufen. Sie fordert gleiche Bezahlung für Angestellte und Beamte. Der rot-schwarze Senat lehnt Verhandlungen bisher mit dem Argument ab, die Bezahlung der angestellten Lehrer müsse in der Tarifgemeinschaft der Länder geklärt werden.

In Berlin werden Lehrer seit 2004 nicht mehr verbeamtet. Nach Rechnung des stellvertretenden DBB-Landesvorsitzende Ferdinand Horbat könnte das Land mit der Verbeamtung aber sogar Geld sparen. So koste ein angestellter Lehrer bis zum Rentenalter monatlich 500 Euro mehr als ein Beamter. Würde dieses Geld eingespart, wären laut Horbat auch die höheren Pensionslasten für Beamte abgedeckt.

Für Hunderte Berliner Schüler wird wegen der Streikaktionen wieder Unterricht ausfallen. Die GEW rechnet damit, dass sich ähnlich wie bei der letzten Streikrunde etwa 3000 angestellte Pädagogen an dem Ausstand beteiligen. Neben GEW-Landeschefin Doreen Siebernik wird auf der Streikkundgebung erstmals auch der Bundesvorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, als Redner erwartet. Die GEW teilt dazu mit: „Hingegen vieler Verlautbarungen unterstützt Verdi ausdrücklich die Streikaktivitäten der GEW. Verdi solidarisiert sich eindeutig mit den Streikenden und den Forderungen der GEW.“

Zum Bericht: Wieder Streik in Berlin –  keine Tarifeinigung um angestellte Lehrer in Sicht

 

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