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GEW Schleswig-Holstein fordert bessere Förderung in der Schuleingangsphase

KIEL. „Kleinere Klassen mit maximal 22 Kindern, eine bessere personelle Ausstattung mit Lehrkräften, mehr Doppelbesetzungen sowie Einbeziehung anderer Professionen in die Arbeit der Eingangsphase: So sehen die Erfolgsbedingungen für eine gelingende Eingangsphase in der Grundschule aus. Das bringt für die Kinder mehr als eine Rückkehr zur gescheiterten Rückstellungspraxis vergangener Jahre“, sagte Matthias Heidn, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Kiel. Anlass war eine Anhörung im Bildungsausschuss des Landtages zur Flexibilisierung des Einschulungsalters.

Wenn, wie jetzt schon möglich, in Einzelfällen Beurlaubungen aus medizinischen Gründen erfolgten, müsse für diese Kinder eine individuelle Förderung eingerichtet und gesichert werden, schlug der GEW-Landesvorsitzende vor. Eine Rückkehr zur früheren Rückstellungspraxis lehne die GEW ab, weil sie nachweislich den meisten betroffenen Kindern nicht zu einem erfolgreicheren Schulverlauf verholfen hätten. Von Rückstellungen seien in der Vergangenheit vor allem Kinder aus problematischen Elternhäusern betroffen gewesen. „Trotz Förderung in Schulkindergarten oder Vorklassen schloss sich oft ein sonderpädagogischer Förderbedarf an. Der „Bildungsvorsprung“ der anderen Kinder konnte nicht aufgeholt werden“, warnte der GEW-Landesvorsitzende vor der Rückkehr zu dem gescheiterten Modell.

Einschulungen während des laufenden Schuljahres, wie CDU und FDP sie vorschlagen, hält die GEW für kein geeignetes Mittel, um auf die Probleme in der Eingangsphase zu antworten. „Eine Einschulung losgelöst vom Schuljahresbeginn raubt den Kindern das schöne Erlebnis der Einschulung. Die Lernsituation in der Klasse gestaltet sich schwieriger und die schon jetzt sehr hohe Arbeitsbelastung der Lehrinnen und Lehrer wächst noch weiter.“

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