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In Sachsen-Anhalt starten die Gemeinschaftsschulen

ASCHERSLEBEN/MAGDEBURG. Für 430 Fünftklässler begann der Unterricht an einer Gemeinschaftsschule. Bis zur achten Klasse sollen die Schüler nun gemeinsam unterrichtet werden.

Mit dem neuen Schuljahr sind am Donnerstag die ersten Gemeinschaftsschulen in Sachsen-Anhalt gestartet. Insgesamt sind es 13, darunter 7 öffentliche und 6 in freier Trägerschaft. Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) besuchte am Vormittag die Sekundarschule «Albert Schweitzer» in Aschersleben, die künftig eine eigene gymnasiale Oberstufe organisiert. An den Gemeinschaftsschulen lernen Schüler bis zur achten Klasse zusammen im Klassenverband und werden nicht wie bislang nach angestrebtem Schulabschluss getrennt. Laut Kultusministerium gibt es zunächst rund 430 Fünftklässler an den Gemeinschaftsschulen.

Nach Ansicht des Direktors des Landesschulamtes, Torsten Klieme, ist die Gemeinschaftsschule eine Bereicherung des Bildungssystems. Die Schulform leiste einen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit, sagte er in einem Interview mit der in Halle erscheinenden «Mitteldeutschen Zeitung». Er betonte die Vorteile vor dem Hintergrund sinkender Schülerzahlen ab 2024 vor allem im ländlichen Raum. «Die Gemeinschaftsschulen können ein Angebot in erreichbarer Nähe aufrechterhalten, das schon mit zwei Klassen pro Jahrgang funktioniert und alle allgemeinbildenden Abschlüsse bietet», sagte Klieme.

Nach den sechseinhalbwöchigen Sommerferien sind seit Donnerstag in Sachsen-Anhalt wieder rund 235 600 Schüler zurück in den Klassenzimmern. Etwa 340 neue Lehrer sind für das Schuljahr 2013/14 eingestellt worden. Aus Sicht des Kultusministeriums ist damit die Unterrichtsversorgung gesichert. Die Kleinsten an den Schulen haben noch ein paar Tage Zeit. Die ABC-Schützen haben am kommenden Montag ihren ersten Schultag. Die nächsten freien Tage lassen nicht einmal acht Wochen auf sich warten. Zwischen dem 21. und 25. Oktober sind Herbstferien. (dpa)

5 Kommentare

  1. Gemeinsames Lernen bis Klasse 8 finde ich gut. Am besten natürlich, wenn eine Grundschulklasse gemeinsam an die neue Schulform wechselt und also nach der 4. Klasse geschlossen weiterlernt (statt neuer Zusammensetzung ab Klasse 5). Für das Abitur sollten dann aber doch 4 bzw. 5 Schuljahre sein, wo differenziert wird (also ab Klasse 9).

  2. Gemeinsames Lernen bis Klasse 8 wäre für meine Enkelin eine Katastrophe. Als sehr gute Schülerin langweilt sie sich im Unterricht, macht keine Hausaufgaben mehr, wird dennoch schief angesehen als Streberin und kommt täglich niedergedrückt und schlecht gelaunt von der Schule.
    Nein, für meine Enkelin hätte ich mir eine Trennung vom gemeinsamen Lernen schon ab Klasse 3 gewünscht.
    Denken die Lehrer auch mal an die guten Schüler, die ihr Leid nur zu Hause zeigen?

    • @ Karoline W.
      Ein nicht ganz ernst zu nehmender Einwurf:
      Ihre Sorgen verstehe ich nicht, soll doch gerade beim gemeinsamen Lernen auf jede Schülerin/jeden Schüler individuell eingegangen werden.
      Ihre Darstellung zeigt ‚mal wieder, dass es sich dabei mehr um romantische Wunschvorstellungen handelt als um schulische Wirklichkeit.

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