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Kultusminister: Unterrichtsversorgung in Sachsen-Anhalt gesichert

MAGDEBURG. Die Sommerferien in Sachsen-Anhalt sind fast vorbei. Während die Schüler die letzten freien Tage genießen, arbeiten Behörden und Schulen mit Hochdruck daran, dass der Unterricht wieder beginnen kann.

Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) ist auch KMK-Präsident. Foto: Kultusministerium Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) ist auch KMK-Präsident. Foto: Kultusministerium Sachsen-Anhalt

Dank zusätzlicher Lehrereinstellungen ist die Unterrichtsversorgung in Sachsen-Anhalt im neuen Schuljahr nach Ministeriumsangaben gesichert. «Die 120 Stellen waren die Rettung», sagte Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) in Magdeburg. Insgesamt wurden 340 Lehrerstellen neu ausgeschrieben, ursprünglich waren nur 220 vorgesehen. Es gab ein Tauziehen zwischen Finanz- und Kultusministerium.

Am Donnerstag startet für insgesamt 235 600 Schüler in Sachsen-Anhalt das neue Schuljahr. Davon lernen 183 160 an den allgemeinbildenden Schulen. Das entspricht im Vergleich zum abgelaufenen Schuljahr einem Plus von 3500 Schülern. Die Zahl der Berufsschüler geht um rund 800 auf 52 400 zurück, wie es weiter hieß. Zunehmen wird auch wieder die Zahl der ABC-Schützen. In diesem Schuljahr kommen knapp 17 500 Jungen und Mädchen am kommenden Montag erstmals in die Schule. Das entspricht einem Zuwachs von rund 500.

Derzeit sind in Sachsen-Anhalt noch 71 Schulleiterstellen unbesetzt, wie der Kultusminister sagte. In 25 Fällen befinde man sich auf der Zielgeraden und werde bald einen Direktor haben, 20 Stellen seien nicht besetzt, weil nicht klar sei, ob der Schulstandort erhalten bleibe. Mit dem Schuljahr 2014/15 wird im Land voraussichtlich eine Reihe kleiner Schulen geschlossen. Zudem gebe es Klageverfahren, die eine Besetzung der Leiterstellen behinderten.

Insgesamt steht das Land laut Dorgerloh zunehmend vor dem Problem, Lehrer für ländliche Regionen wie die Altmark oder den Landkreis Mansfeld-Südharz zu finden. Auch die Suche nach Berufsschul- und Förderschullehrern sei immer schwieriger. Dorgerloh kündigte an, Ausschreibungstermine vorzuziehen und Referendaren frühzeitig Angebote zu unterbreiten.

Die größte Neuerung im Schuljahr 2013/14 ist der Start der ersten 13 Gemeinschaftsschulen, in denen die Kinder länger gemeinsam im Klassenverband lernen ohne sich auf einen angestrebten Abschluss festlegen zu müssen. Für das kommende Schuljahr haben laut Dorgerloh 15 weitere Schulen ihre Absicht erklärt, eine Gemeinschaftsschule werden zu wollen. Die Umwandlung ist freiwillig. Gemeinschaftsschulen gibt es künftig neben den Gymnasien, Sekundarschulen, Grundschulen, Gesamtschulen und Förderschulen. Die Kinder lernen bis zur achten Klasse zusammen und können anschließend alle Abschlüsse bis zum Abitur machen.

Neu sind auch die «Schulen mit inklusivem Schulprofil». Zunächst werde 24 öffentlichen Schulen dieses Zertifikat verliehen, sagte der Kultusminister. Ihre besonders engagierte Arbeit beim gemeinsamen Lernen von Schülern mit und ohne besonderen Förderbedarf werde belohnt, indem ihnen dauerhaft Förderkräfte zugewiesen würden. Bislang seien die speziellen Pädagogen an mehreren Schulen gleichzeitig tätig. Damit solle den Schulen geholfen werden, ihr Profil weiterzuentwickeln, sagte Dorgerloh.

Im vergangenen Schuljahr besuchten laut Kultusministerium 3711 Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf den gemeinsamen Unterricht in Sachsen-Anhalt, im kommenden Schuljahr würden es voraussichtlich knapp 4100 sein. Das entspricht einer Steigerung der Inklusionsquote von 24 auf 27 Prozent. «Wir bleiben der Linie treu, mit Augenmaß voranzugehen», sagte Dorgerloh.

 

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