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Remscheider Fenstersturz: Erstklässlerin offenbar beim Packen ihres Ranzens übersehen

REMSCHEID/WUPPERTAL. Im Rahmen der Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen eine Grundschullehrerin sagte erstmals die Schülerin aus, die aus dem Fenster im dritten Stock gestürzt war.

Eineinhalb Wochen nach dem Sturz aus dem dritten Stock einer Grundschule in Remscheid hat das schwer verletzte Mädchen erstmals den Hergang des Unglücks geschildert. Demnach wurde die Erstklässlerin nach Unterrichtsende aus Versehen in der Klasse eingeschlossen und wollte in ihrer Not aus dem Fenster klettern. Das berichtete die Sechsjährige nach Angaben der Wuppertaler Staatsanwaltschaft bei ihrer ersten Befragung durch die Polizei.

Die Schülerin hatte durch den Sturz mehrere Brüche an Beinen und Becken erlitten und liegt noch auf der Intensivstation, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte. Nach derzeitigen Erkenntnissen werde sie aber wieder ganz gesund. Gegen die Lehrerin wird wegen Verdachts auf fahrlässige Körperverletzung ermittelt.

Warum das Kind in der Klasse vergessen wurde, ist weiter mysteriös. Nach eigenen Angaben hatte das Mädchen unter dem Schultisch seinen Ranzen gepackt, als die Lehrerin den Raum bereits abgeschlossen habe. Sie habe vergeblich an die Tür geklopft und gerufen. Dann habe sie in ihrer Not das Fenster geöffnet und sei hinausgeklettert. Die Höhe von 15 Metern habe das Mädchen offensichtlich falsch eingeschätzt. Die Lehrerin habe sich noch nicht zu dem Unglück geäußert, sagte der Sprecher. (dpa)

Zum Bericht: Ermittlungen gegen Lehrerin nach Fenstersturz von Schülerin

Ein Kommentar

  1. Der Bericht lässt vermuten, dass es einfach ein Unglück war. Darf es sowas heute noch geben, oder muss eine Schuldige verurteilt werden – die Lehrerin, die natürlich hätte allwissend und fehlerfrei handeln müssen?

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