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Günter Grass: „Facebook ist Scheißdreck“

KOPENHAGEN. Lange nichts mehr von Literatur-Nobelpreisträger Günter Grass (85) gehört. Jetzt aber: In einem Interview mit dem dänischen Louisiana Channel schimpft der Schriftsteller über die Digitalisierung der Gesellschaft – und nennt Facebook und andere soziale Netzwerke einen „Scheißdreck“.

Grass im Interview mit dem Louisiana Channel, Screenshot.

Grass im Interview mit dem Louisiana Channel, Screenshot.

Er wundere sich darüber, so Grass gegenüber den Filmemachern vom Louisiana Museum of Modern Art im dänischen Humlebaek, dass nach den Erkenntnissen aus der NSA-Affäre sich nicht Millionen Menschen von „Facebook und all dem Scheißdreck“ distanzierten. Nicht einmal ein Handy möchte Grass besitzen – und auch ein Computer komme ihm nicht in die Schreibstube. Er pflege Manuskripte mit der Hand zu schreiben und dann auf einer alten Reiseschreibmaschine abzutippen. „Die Vorstellung dauernd erreichbar zu sein, und wie ich mittlerweile weiß, dauernd überwacht zu werden, ist eine grauenhafte Vorstellung.“

Er wisse zwar, dass sich Recherchen im Internet schneller erledigen ließen, dafür sei die Informationssammlung mithilfe von Büchern aber gründlicher. Ein bisschen widersprüchlich: Der Louisiana Channel, dem Grass das Interview gab, ist ein Internet-Kanal. News4teachers

Hier geht es zu dem Video.

 

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