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Spaenle wirbt für freiwilliges Zusatzjahr

MÜNCHEN. Mit der Einführung des Flexi-Jahres, will Bayerns schwarz-gelbe Regierung auf die Kritik an G8 reagieren. Auch beim Modellversuch flexible Grundschule geht es um die Dauer des Schulbesuchs.

Kurz vor Beginn des neuen Schuljahrs hat Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) noch einmal für die schwarz-gelbe Bildungspolitik geworben, unter anderem für das Flexibilisierungsjahr an Gymnasien. «Wir wollen das System bewusst so weiterentwickeln, dass sich das System auf den einzelnen Schüler einstellt», sagte Spaenle. Und da sei das Flexibilisierungsjahr eine wichtige pädagogische Option. Dabei können Schüler der Mittelstufe freiwillig ein Zusatzjahr einschieben, den Stundenplan reduzieren und stattdessen besondere Förderangebote nutzen.

Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU). Foto: Michael Lucan / Wikimedia Commons (CC-BY-SA-3.0)

Mehr als die Hälfte der bayerischen Gymnasien hat Interesse am Flexi-Jahr angemeldet, berichtet Kultusminister Ludwig Spaenle. Michael Lucan / Wikimedia Commons (CC-BY-SA-3.0)

Auf Anfrage des Kultusministeriums hatten bereits Anfang Juli 55 Prozent der Gymnasien mitgeteilt, dass Schüler konkretes Interesse am Flexi-Jahr angemeldet hätten – aber nicht, wie viele Schüler. Ohnehin könnten sich die Schüler noch bis zum Ende des ersten Halbjahres entscheiden, ein solches Zusatzjahr einzulegen, erklärte Spaenle.

Mit dem Flexi-Jahr wollen Spaenle und Schwarz-Gelb die Dauerkritik am G8 eindämmen. SPD und Freie Wähler kämpfen dagegen für eine grundsätzliche Wahlfreiheit zwischen acht- und neunjähriger Dauer.

Am Donnerstag kommender Woche (12. September) beginnt für etwa 1,7 Millionen Kinder und Jugendliche an den allgemeinbildenden Schulen in Bayern das neue Schuljahr. Darunter sind 108 000 Erstklässler. Damit setzt sich der Trend fort, dass die Zahl der Schüler zurückgeht.

Spaenle berichtete von ersten Erfahrungen mit dem Modellversuch flexible Grundschule. In den betreffenden Schulen können Eltern und Kinder entscheiden, ob sie erste und zweite Klasse in einem, in zwei oder in drei Jahren absolvieren. Knapp 1 Prozent habe sich für die einjährige Variante entschieden, knapp 5 Prozent für die dreijährige Dauer – und rund 95 Prozent blieben bei den üblichen zwei Jahre.

Fürs kommende Schuljahr kündigte Spaenle an, die individuelle Förderung der Kinder und Jugendlichen weiter auszubauen. Zudem soll der Ausbau der Ganztagsangebote fortgesetzt werden – hier hat der Freistaat im bundesweiten Vergleich noch deutlichen Nachholbedarf. (dpa)

Zum Bericht: Freiwilliges Zusatzjahr schlichtet Streit um G8 in Bayern

Ein Kommentar

  1. Pfusch wohin man schaut.

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